Meinen gestrigen Namenstag – ich feiere ihn nach dem Kalender VOR der Liturgie- und Kalenderreform – habe ich diesmal mehr als angemessen feiern können:
Einen Großteil des Tages habe ich im Bode-Museum auf der Museumsinsel verbracht. Gemeinsam mit Claudia Sperlich habe ich die Stunden dort sehr genossen.
Interessant fand ich auch die vielen verschiedenartigen Mariendarstellungen …
… und natürlich das „Schatzkästlein“.
Nach dem Kulturflash konnte ich den Abend langsam – ganz langsam – ausklingen lassen: Messbesuch mit anschließender Komplet und ein sehr ausgiebiges Abendessen mit einem lieben Freund. So wünscht man sich das!
Heute ist für mich Ruhetag! Nach der Anreise am Samstag und dem wunderschönen aber anstrengenden Sonntag genieße ich heute einfach mal mein gemütliches Pensionszimmer und sortiere Eindrücke.
Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen ‚frommer‘ Aktivitäten. Begonnen hat er mit einem Messbesuch beim ‚Institut St. Philipp Neri‚ (ISPN) und dem Treffen zu Mittagessen mit einem Bruder der St. Johannes-Bruderschaft. Nach dem Mittagessen haben wir zwei Kirchen besucht.
Die kath. Herz Jesu Kirche war eine angenehme Überraschung: Ein in sich stimmiges Kirchengebäude, dem man anmerkt, dass man dort mit Liturgie etwas anfangen kann. Auch auf dem Volksaltar standen 6 Leuchter, die Sedilien standen wo sie hingehörten – genau wie die Osterkerze.
Wenige Meter daneben findet sich die Kirche St. Marien der Selbständig Evangelisch Lutherischen Kirche (SELK) – eine Kirche, bei der man zweimal hinsehen muss, um die Konfession zu erkennen.
Und zu guter Letzt hatte ich noch die ungewöhnliche Gelegenheit, einen Gebetsgottesdienst der Katholisch-Apostolischen Kirche zu besuchen.
Morgen – zur Feier des Tages – geplant:
Treffen mit einer Bloggerin zum
Besuch im Bode-Museum,
nochmals Messbesuch beim ISPN und
gemütlichen Tagesausklang mit demselben lieben Bruder
Es ist zwar schon zwei Wochen her, dennoch möchte ich es noch kurz erwähnen:
Auf Hin- und Rückfahrt nach/von Heiligenstadt zu einem Konvent der Hochkirchlichen St Johannes-Bruderschaft gab es Abstecher zu zwei Wallfahrtsorten – wie mir erst durch eine Bemerkung meines ‚Beifahrers‘ aufgefallen ist, beide von Franziskanern betreut.
Der Abstecher auf der Hinfahrt ging nach Werl zur Wallfahrtsbasilika Mariä Heimsuchung (und zum Essen im hahegelegenen Gasthof 😉 ). Einige Fotos habe ich hier ja schon gepostet. Das Foto oben wurde an einem Brunnen vor dieser Kirche aufgenommen.
Der Abstecher auf dem Rückweg war verkehrstechnisch etwas schwieriger zu erreichen. Es ging schmale Serpentinen hinauf auf den Hülfensberg. Dort befindet sich die Wallfahrtskirche „Christus der Erlöser“ mit dem romanischen Hülfenskreuz und ein Franziskanerkloster.
Zwar habe ich dort keine Fotos gemacht, dafür erinnere ich mich aber umso lieber und lebhafter an die kleine Begenung zwischen ‚Johannesbruderschaft‘ und Franziskanern, die sich dort ergeben hat. Ein wunderbarer Abschluss für schöne und erfüllte Tage!
Bei den letzten Ausflügen habe ich festgestellt, dass sich gar nicht allzu weit von Köln ziemlich schöne Ecken finden lassen. Diesmal gings zu Schloß Dyck und dem dazugehörenden Park. Außerdem haben wir noch einige Ortschaften in der Umgebung erkundet und dabei auch eine kleine Banneux-Kapelle entdeckt.
Auf die Frage „Wozu soll das nützen?“ könnte ich keine Antwort geben – außer vielleicht „Es tut gut“!
An diesem Wochenende war ich viel unterwegs: Am Samstag diverse Ziele – meist Klöster – in der Umgebung anschauen, am Sonntag ein Tagesausflug nach Banneux mit einem Abstecher zur Abtei Kornelimünster auf der Rückfahrt. Beides mit einem bzw. zwei guten (und unkomplzierten) Freunden.
Ich habe festgestellt, manchmal sind es die „unvernünftigen“ Dinge, diejenigen ohne Rechtfertigungsdruck, die am Meisten Erholung und Entspannung bringen. Das sollte ich mir mal hinter die Ohren schreiben!
Die Komplettsanierung der Sühnekirche in Wigratzbad hat zur Folge, dass die Gottesdienste seit März in einem Zelt stattfinden müssen. Gerade jetzt in der Winter-/Weihnachtszeit ist es ein ziemlich trostloser Anblick – „…denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“
Gottesdienst-Zelt mit Sakristei-Container im Vordergrund / Baustelle der Kirche im Hintergrund
Und doch ist ER im Tabernakel gegenwärtig – auch im behelfsmäßigen Zelt!
Dieses zutrauliche Tierchen ist uns vor der Kirche der Abtei Münsterschwarzach um die Beine geschlichen – ausschließlich bei Leuten in schwarzer Kleidung. Mit schwarzgewandeten Menschen hat sie wohl gute Erfahrungen gemacht. 😀
Einige Male habe ich jetzt als Gast an Begegnungen der Hochkirchlichen St. Johannes-Bruderschaft teilgenommen (hier und hier nachzulesen). Dazwischen gab es Kontakte über Facebook, Mail, Telefon … und dabei wurde es mir immer klarer: Da möchte ich gern verbindlich dabei sein!
Von Seiten der Bruderschaft gab es offenbar keine Einwände, denn am 28.09.2013 wurde ich während der Vesper ins Noviziat aufgenommen:
So ein Gaststatus hatte natürlich auch seine Vorteile – alle Optionen offen, keine Verantwortung. Aber ich freue mich auf einen weiteren geistlichen Weg, den ich jetzt in engerer Verbindung zu anderen – Brüdern und Schwestern mit unterschiedlicher geistlicher Prägung – gehen kann. An meinen äußeren Lebensumständen – Wohnung, Arbeit etc. – wird sich zwar nichts ändern, trotzdem bin ich sehr gespannt auf die vor mir liegende Zeit, das Lernen und Kennenlernen.
Letzten Montag haben wir (8 Kolleginnen) einen Betriebsausflug zum Baldeneysee gemacht. Bei unerwartet trockenem Wetter sind wir die 15-16 Kilometer um den See herum gewandert – mit einer längeren Mittagspause auf halber Strecke. Am Rand habe ich auch ‚Bernd das Boot‘ gesehen. 😀
…wenn in einem Devotionalienladen an einem kath. Wallfahrtsort direkt im gleichen Gang mit ‚kath. Scheußlichkeiten‘ auch Buddha-Figuren verkauft werden.
Und warum kommen die christlichen Figuren ästhetisch nicht annähernd an die ‚fremden‘ Figuren ran? Was sagt uns das über die Nachfrage? Fromme Leute bevorzugen Kitsch? Ästhetik findet man eher anderswo? Sorry, ich kapier’s nicht!
Katholische Scheußlichkeiten oder Deko-Buddha – Sind das die Alternativen?
Mein gestriger Tagesausflug nach Banneux hat zuerst nicht besonders zeitig begonnen, mehr als eine Stunde später als geplant. Deshalb bin ich erst kurz vor der Mittagszeit dort angekommen, und es herrschte Banneux-Wetter („Bah! Nöö!“) – 16-18°C und grauer Himmel. 🙁
Für eine Beichte am Vormittag war es jedenfalls zu spät. Deshalb habe ich kurzentschlossen den Shopping-Teil meines geplanten Aufenthaltes vorgezogen und meinen Vorrat an Kreuzen für’s Rosenkranzknüpfen deutlich aufgestockt, bevor ich zum ausgiebigen Mittagessen ins Restaurant gefahren bin. Als ich gegen 15 Uhr zum Wallfahrtsort zurück kam hatte ich immer noch kaum Zeit für Stille und Gebet nutzen können.
Aber wenigstens zum Beichten habe ich dann kommen können – diesmal sogar in Deutsch. 😉 Der Priester war allerdings in Plauderlaune. Zur eigentlichen Beichte kam ich erst, als man draußen deutlich hören konnte, dass noch weitere Leute – auch Kinder – zur Beichte kamen. Da ging’s dann relativ flott, aber dennoch sehr gut. Bis zur Vorabendmesse (in Französisch) hatte ich gerade noch genug Zeit, mich kurz in eine Kapelle zurück zu ziehen.
Irgendwie war mein Aufenthalt bis dahin nicht wirklich so, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Alles dauerte länger als geplant und die Zeit lief mir davon.
Und dann hat mich die Predigt gepackt. Der Priester hatte hauptsächlich über Sarah im Alten Testament und Lazarus, Maria und Martha im Neuen Testament gesprochen. Beide Male sah es so aus, dass es „zu spät“ war – zu spät für Sarah, noch ein Kind zu bekommen und zu spät für Lazarus, von seiner Krankheit zu genesen. Und doch kommt Gott zu seinem Ziel. Allein für diesen Gedankenanstoß hat es sich gelohnt.
Ich hatte auch schon seit einiger Zeit damit abgeschlossen, gewisse Bereiche vernünftig unter einen Hut bringen zu können. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie das gehen sollte, und ich bin ja auch keine 20 mehr. Ich hätte nicht erwartet, dass ich alle losen Enden nochmal zusammenbringen könnte. Und seit relativ kurzer Zeit sieht es plötzlich so aus, dass es doch gehen könnte.
Gott kommt zur rechten Zeit, auch wenn es menschlich unmöglich scheint! Das war die Ermutigung des heutigen Tages.
Tagesausflug zu meinem Lieblings-Wallfahrtsort Banneux. Morgen erzähle ich hier ein bisschen mehr davon. Heute teile ich aber erstmal ein paar Fotos, die einen anderen Teil der Atmosphäre dort zeigen, als die Fotos in einem früheren Posting.
Ich liebe das Wallfahrtsgelände und die vielen kleinen Kapellen. Die meisten Kapellen in Banneux haben allerdings ein gewisses Wohnzimmer-Ambiente:
Ein bisschen unvernünftig ist es ja schon, ‚mal eben‘ an einem Wochenende insgesamt über 700 Kilometer zu verfahren – und dazwischen ein volles Programm mit hoher Liturgiedichte und intensiven thematischen Arbeitseinheiten. Das hatte mich jedenfalls erwartet, als ich am vergangenen Wochenende als Gast zu einer Novizentagung der St. Johannes-Bruderschaft nach Thüringen gefahren bin. Natürlich wusste ich, es würde anstrengend sein, aber insgesamt habe ich dann doch deutlich mehr zurück bekommen.
Die erste Überraschung war, dass mir ein riesiges Zimmer zugeteilt wurde. Nicht, dass ich besonders viel Zeit darin hätte verbringen können, aber es hat gut getan, jede Menge Platz zu haben. Die Aussicht aus dem Fenster und die ganze Gegend war auch genial.
Es war natürlich schön, einige sehr geschätzte Leute wieder zu treffen, die ich kurz nach Ostern kennengelernt habe – fast, als wären es nicht bereits wieder einige Monate her. Es tut gut, einfach mal ohne „Fremdeln“ zu sein. Dasselbe galt für die sehr interessanten und spannenden thematischen Einheiten und für die Liturgie. Manches war zwar unbekannt, aber nichts wirklich fremd.
Ja, das Wochenende war wirklich sehr anstrengend. Trotzdem bin ich heute allenfalls rechtschaffen müde, aber nicht ausgepowert. Im Gegenteil! Hätte gern mehr davon…
Mein persönlicher Start in den Eucharistischen Kongress ist zugegebenermaßen erstmal nicht so gelungen. Den Vormittag habe ich mit Kopfschmerzen Zuhause verbracht und bin dann erst am Nachmittag in die Stadt. Meinen ursprünglichen Plan, erst einmal irgendwo zur Beichte zu gehen habe ich auf später verschoben, obwohl’s nötig gewesen wäre. Aber irgendwie musste ich mich erst sortieren – und ich wusste auch noch nicht so recht wo und wie. Auch zum ursprünglich geplanten Vortrag habe ich es nicht geschafft. Also habe ich mit der Minoritenkirche gestartet, wo beim Kongress die geistlichen Gemeinschaften zu finden sind. Mal sehen, was es da so gibt.
Nachdem ich mir die Stände vor der Kirche angesehen habe, habe ich dann in der Kirche neben der Eucharistischen Anbetung auch die Beichtgelegenheiten entdeckt. Ob ich vielleicht doch… Und während ich mich so umsehe, entdecke ich einen Priester, den ich kenne und den ich dort überhaupt nicht vermutet habe. Außerdem war er gerade ‚frei‘ – also überhaupt keine Ausrede möglich. Ja, und dann ging’s ganz leicht. Besser hätte es nicht sein können.
Als kleines Sahnehäubchen gab’s dann auch gerade eine Anbetungszeit mit Lobpreisliedern. Irgendwie habe ich unverhofft ein Rundum-Sorglos-Paket bekommen. Danke!
Nun habe ich bereits das zweite Weihnachtsfest in Wigratzbad verbracht. Im letzten Jahr wusste ich bereits im Vorfeld, dass ich an Heiligabend eingeladen sein würde und ich wusste, dass ich eine Bloggerin persönlich kennenlernen würde, mit der ich bis dahin nur in der virtuellen Welt Kontakt hatte. Dennoch hatten die Tage dort einige Überraschungen für mich parat. (Siehe hier und hier)
In diesem Jahr wusste ich erst mal nur, dass ich dorthin fahren würde und auch die Bloggerin wieder treffe. Binnen kurzer Zeit stand dann aber bereits zur Diskussion, ob ich eventuell ein Solo und/oder im Duett mit der Bloggerin singe (die dort während der Feiertage einige Male zum Orgelspielen eingespannt war). Ganz oben auf der Liste stand ein Lied, das der Direktor der Gebetsstätte gerne gehört hätte. Mir persönlich war das Lied vollkommen unbekannt.
Am Tag vor Heiligabend haben wir zum ersten Mal proben können. Zuerst stand das vom Direktor gewünschte Lied fest. Und während wir ein paar weitere Advents- und Weihnachtslieder gesungen/gespielt haben, gesellte sich dann noch mein Lieblingsweihnachtslied dazu, und dann eines meiner Lieblingsadventslieder für den Beginn der Christmette, und dann noch ein weiteres neues Lied… Und schlussendlich war der Plan, dass ich 4 Lieder während der Christmette singen sollte (in Worten: vier!), von denen ich zwei erst gerade gelernt habe. Als kleines Sahnehäubchen habe ich kurz vor der Mette erfahren, dass es auch noch über ‚k-tv‘ übertragen wird. Na, herzlichen Dank!
Nächste Überraschung: Ich wurde nach der Christmette zur Weihnachtsfeier im kleineren Kreis eingeladen. Es wurde ein sehr lustiger und entspannter Abend.
Ich glaube dennoch, ich sollte mir im nächsten Jahr genau überlegen, ob ich mich wieder gen Süden wage. 😉
Sehr dankbar bin ich im Übrigen auch für die bereichernden Begegnungen, die zwar keine echte Überraschung waren, die aber auch keineswegs sicher waren. Ich habe kürzer oder länger mit Menschen sprechen können, die ich sehr schätze und die mir trotz des Zeitdrucks der Feiertage diese Begegnungen ermöglicht haben. Danke!
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