Überraschung!

Nun habe ich bereits das zweite Weihnachtsfest in Wigratzbad verbracht. Im letzten Jahr wusste ich bereits im Vorfeld, dass ich an Heiligabend eingeladen sein würde und ich wusste, dass ich eine Bloggerin persönlich kennenlernen würde, mit der ich bis dahin nur in der virtuellen Welt Kontakt hatte. Dennoch hatten die Tage dort einige Überraschungen für mich parat. (Siehe hier und hier)

In diesem Jahr wusste ich erst mal nur, dass ich dorthin fahren würde und auch die Bloggerin wieder treffe. Binnen kurzer Zeit stand dann aber bereits zur Diskussion, ob ich eventuell ein Solo und/oder im Duett mit der Bloggerin singe (die dort während der Feiertage einige Male zum Orgelspielen eingespannt war). Ganz oben auf der Liste stand ein Lied, das der Direktor der Gebetsstätte gerne gehört hätte. Mir persönlich war das Lied vollkommen unbekannt.

Am Tag vor Heiligabend haben wir zum ersten Mal proben können. Zuerst stand das vom Direktor gewünschte Lied fest. Und während wir ein paar weitere Advents- und Weihnachtslieder gesungen/gespielt haben, gesellte sich dann noch mein Lieblingsweihnachtslied dazu, und dann eines meiner Lieblingsadventslieder für den Beginn der Christmette, und dann noch ein weiteres neues Lied… Und schlussendlich war der Plan, dass ich 4 Lieder während der Christmette singen sollte (in Worten: vier!), von denen ich zwei erst gerade gelernt habe. Als kleines Sahnehäubchen habe ich kurz vor der Mette erfahren, dass es auch noch über ‚k-tv‘ übertragen wird. Na, herzlichen Dank!

Nächste Überraschung: Ich wurde nach der Christmette zur Weihnachtsfeier im kleineren Kreis eingeladen. Es wurde ein sehr lustiger und entspannter Abend.

Ich glaube dennoch, ich sollte mir im nächsten Jahr genau überlegen, ob ich mich wieder gen Süden wage. 😉

Sehr dankbar bin ich im Übrigen auch für die bereichernden Begegnungen, die zwar keine echte Überraschung waren, die aber auch keineswegs sicher waren. Ich habe kürzer oder länger mit Menschen sprechen können, die ich sehr schätze und die mir trotz des Zeitdrucks der Feiertage diese Begegnungen ermöglicht haben. Danke!

… der Klerus steht nicht mehr dafür… ?

Abendmesse heute: Zu Beginn das Lied “Lobt Gott, ihr Christen alle gleich” – alle 4 Strophen. Noch vor der liturgischen Eröffnung erzählte der Priester, dass in den 70er Jahren ein revolutionär angehauchter Kirchenmusiker in der 4. Strophe immer gesungen hat

“Heut schließt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis, der Klerus steht nicht mehr dafür. Gott sei Lob, Ehr und Preis”

Der Vorschlag des anwesenden Organisten – per Mikro von der Orgelempore – er könne das gern auch so machen wurde mit Applaus quittiert.

Und angesichts mancher liturgischen Wildsauereien (und solcher Auftritte) dachte ich mir nur seufzend:

“Ach, wenn’s doch nur so wäre!”

Getragen

Wer an einem Ort wie Wigratzbad die Weihnachtsfeiertage verbringt, erlebt die unterschiedlichsten Leute mit den unterschiedlichsten Frömmigkeitsstilen: süddeutsch-volksfromm, hochliturgisch – und alles dazwischen. Wer an solch einem Ort die Feiertage verbringt und sich selbst seit einiger Zeit in einer gewisse Distanz zur Glaubenspraxis erlebt, wird – gelinde gesagt – herausgefordert.

guter-hirteIn einer solchen Situation habe ich wieder einmal erleben können, welche Unterstützung die Gemeinschaft der Gläubigen sein kann. Es hat gut getan, einfach in der Vesper des Priesterseminars zu sein. Nur da sein, nichts mitbeten müssen, sich einfach wortlos dem Gebet anschließen können. Weil andere die Aufgabe des liturgischen Gebets übernehmen, kann auch meine Wortlosigkeit zum Gebet werden – mitgetragen vom Gebet der anderen. Für mich wars’s ein optimaler Anknüpfungspunkt.

So sehr ich das Stundengebet/Brevier schätze, manchmal bin ich wirklich froh, als Laie diese Freiheit zu haben und nicht an vorderster Front zu stehen. Auch das eine Form der gegenseitigen Ergänzung.

Und wieder kommt mir in den Sinn, was ich früher schonmal hier geschrieben habe.

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Wigratzbader Tischgespräche

Nach dem heutigen Frühstück weiß ich vom Nachbartisch, dass erst 2015 die Welt untergeht, dass der sittliche Verfall immer schlimmer wird und was es an diesem Weihnachtsfest bei den Damen und Herren nebenan genau zu essen gibt (inkl. Zubereitung) und wer zu Besuch kommt.

Frühstück in der Pilgerstätte ersetzt jede Sitcom. 🙂

(Ich vermute mal, Fortsetzung folgt)

Überraschende Post

Heute habe ich Post aus Luxemburg bekommen. In einem unscheinbaren Umschlag fand sich ein Geschenk, das mir aus mehreren Gründen sehr wertvoll ist:

  • Ein ganz unvorhergesehenes und überraschendes Geschenk
  • Es ist von Hand gefertigt
  • Jemand hat sich viel dabei gedacht
  • Und es ist auch noch super schön

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Ich freue mich riesig! 😀

Vielen Dank! Ich werde es in Ehren halten.