Zwischen Ochs und Esel

Ochse und Esel gehören in nahezu jede Krippe oder Krippendarstellung. Mich erinnert der Anblick an das französische Weihnachtslied “Entre le boeuf et l’âne gris”, das mich in einer deutschen Version seit Jugendchorzeiten begleitet. An diesem 6. Weihnachtstag – bevor die Weihnachtsoktav vom Silvestertrubel abgelöst wird – hier also eine Jugenderinnerung.

Französisches Original Deutsche Version
(Wörtliche Übersetzung bei Wikipedia)
Entre le boeuf et l’âne gris
Dort, dort, dort le petit fils.
Mille anges divins,
Mille séraphins,
Volent à l’entour de ce Dieu d’amour.
Zwischen dem Ochs und dem Eselein
schläft, schläft, schläft das Söhnelein.
Tausend Engel sind
bei dem lieben Kind,
loben Gottes Sohn. Kyrie eleison.
Entre les deux bras de Marie
Dort, dort, le Fruit de Vie.
Mille anges…
Zwischen den Armen der Jungfrau rein
schläft, schläft, schläft das Söhnelein.
Tausend Engel sind …
Entre les roses et les lys
Dort, dort, dort le petit fils.
Mille anges…
Zwischen den Rosen und Lilien fein
schläft, schläft, schläft das Söhnelein.
Tausend Engel sind …
En ce beau jour solennel
Dort, dort, dort l’Emmanuel.
Mille anges…
So gut bewacht auf des Herrn Befehl
schläft, schläft, schläft Emmanuel.
Tausend Engel sind …

“Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt’s nicht, und mein Volk vernimmt’s nicht.”
(Jesaja 1, 3)

Weihnachtsdarstellungen aus dem Museum

Vor Kurzem habe ich das Museum Schnütgen besucht, in dem sakrale Kunst des Mittelalters gezeigt wird. Aus meinen Fotos habe ich hier mal ganz unterschiedliche Weihnachtsdarstellungen zusammengestellt – von einer Altarpredella bis zur Paramentenstickerei:

Zimtparfait mit Früchten in weihnachtlicher Karamellsoße

Zutaten für 12 Portionen:

Für das Parfait:

  • 4 Eigelb
  • 3 Ei(er)
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Pck. Vanillezucker
  • 2 TL gestr. Zimtpulver
  • 500 ml Schlagsahne

Für die Sauce:

  • 100 g Zucker
  • 2 EL Butter
  • 150 ml Apfelsaft
  • 150 ml Orangensaft
  • 150 ml Weißwein
  • 3 Gewürznelke(n)
  • 1 Stange/n Zimt
  • 1 Mango(s), geschält, in Stücke geschnitten
  • 3 Kiwi(s), geschält, in Stücke geschnitten
  • 1 Banane(n), geschält, in Stücke geschnitten
  • 2 Orange(n), geschält, in Stücke geschnitten

Zubereitung:

Für das Parfait Eier, Eigelbe, Vanillezucker, Zucker und Salz über einem heißen Wasserbad aufschlagen, bis die Masse eine cremige Konsistenz bekommt. Nicht zu heiß werden lassen, sonst stockt das Ei!

Vom Wasserbad nehmen, den Zimt untermischen und weiter schlagen, bis die Masse ausgekühlt ist. Die Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Masse rühren. Die Masse in Parfaitförmchen (oder eine Kastenform) füllen und für 24 Stunden in den
Gefrierschrank stellen.

Für die Karamellsoße den Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zu hellem Karamell zerschmelzen lassen. Den Topf vom Herd ziehen und die Butter, die Säfte und den Weißwein sowie die Gewürze dazugeben. Vorsichtig dazugießen, da der Karamell spritzen kann!

Den Topf wieder auf den Herd stellen und so lange bei niedriger Hitze unter ständigem Rühren köcheln, bis sich der Karamell vollständig aufgelöst hat. Die Soße bis zur gewünschten Konsistenz einkochen lassen. Dann das Obst dazugeben und einige Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Die Nelken und die Zimtstange entfernen.

Das Parfait 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierschrank nehmen, aus der Form stürzen und mit der Soße anrichten.


Eingereicht von einer Kollegin / Original auf Chefkoch.de

PDF zum Ausdrucken
Ein Beitrag für den glutenfreien Adventskalender.

Was wäre wenn… Weihnachtliches Aggiornamento – erweitert

Ja, was wäre, wenn Weihnachten heute stattgefunden hätte?

Einige Netzfunde dazu – humorvoll und nachdenklich (ein erweiterter Beitrag aus 2013):

  • Wie wäre die Kommunikation und Planung wohl abgelaufen?

Aber es geht auch in die andere Richtung:

  • Ein mittelalterlicher Rudolphus

Krippe und Kreuz:

Gott kommt zu uns!

Gastbeitrag von Manfred Barnabas Loevenich SJB


Gedanken im Advent A.D. 2016

„Als die Zeit reif war, sandte Gott Seinen Sohn. Als Mensch geboren und dem Gesetz untergeordnet, erlöste Er uns vom Zwang des Gesetzes, damit wir Gottes Kinder werden“, schreibt der heilige Apostel Paulus an die Galater. So zitiert ihn auch das zeitgenössische Paulus-Oratorium „Lass dir an meiner Gnade genügen“ (1973) von Siegfried Fietz und Johannes Jourdan. Weiter heißt es dort in einem Lied:

Gott kommt zu uns,
Er kommt herab von Seinem ew’gen Thron.
Gott kommt zu uns,
und wird uns gleich in Jesus, Seinem Sohn.

(…) Gott kommt zu uns,
wir müssen nicht mehr zweifelnd nach Ihm fragen.
Gott kommt zu uns,
um Seine Gnade allen anzusagen.

(…) Gott kommt zu uns,
die Krippe und das Kreuz sind Seine Zeichen.
Gott kommt zu uns,
und uns’re Trauer soll der Freude weichen.

In diesen Tagen so kurz nach dem verheerenden Terroranschlag an der Berliner Gedächtniskirche hört man im vielfältigen, teils erschreckenden Stimmengewirr auch Äußerungen, wie diese: Der Terroranschlag sei brutal eingebrochen in die „besinnliche, vorweihnachtlich-friedliche“ Stimmung, ja er habe diese nachhaltig zerstört. „Wie kann man jetzt noch Weihnachten feiern?“

Nun, es stimmt. Der Anschlag hat unsere Gesellschaft tatsächlich empfindlich getroffen, verwundet, verunsichert. Und das lag wohl auch in der Absicht des oder der Attentäter. Aber was hat es auf sich mit dieser „friedlichen Weihnachtsatmosphäre“, die nun, wie es heißt, so empfindlich gestört oder zerstört wurde?

„Als die Zeit reif war, sandte Gott Seinen Sohn.“ Wir erwarten Sein Kommen – nur, dass dieses Kommen wenig gemein hat mit einer oberflächlichen und sinnentleerten Idylle, die sich lediglich äußerlich orientiert am weihnachtlichen Geschehen, wie die Bibel es uns berichtet und wie die Kirche es feiert.

Im Advent 1944 schrieb P. Alfred Delp SJ (1907-1945) in der Haft, nur wenige Wochen vor seiner Hinrichtung am 2. Februar 1945:

Gott ist mit uns: so war es verheißen, so haben wir geweint und gefleht. Und so ist es (…) Wirklichkeit geworden: ganz anders, viel erfüllter und zugleich viel einfacher als wir meinten. Gott wird Mensch. (…) Lasst uns dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, sondern Gott es mit uns lebt.

Ist darin nicht bereits die Antwort gegeben, wo und wie der Ausweg zu finden ist aus der lähmenden Wut, Angst und Ohnmacht, unter der auch viele Christen angesichts der unbegreiflichen Gewalttat in Berlin leiden?

Wenn der Mensch Gott erkennt, ohne sein Elend zu erkennen,
verfällt er dem Stolz.

Erkennt er sein Elend, ohne Gott zu erkennen,
verfällt er der Verzweiflung.

Durch die Erkenntnis Jesu Christi stehen wir in der Mitte,
denn darin finden wir sowohl Gott wie auch unser Elend.

Blaise Pascal (1623-1662)

Erwarten wir Jesus, den Christus, trotz – und mitten in – aller Not, Angst, Gewalt und Verzweiflung, dann vermögen wir wirklich adventliche Menschen zu sein, die mit Gott rechnen und von Ihm her leben. Dann feiern wir das Fest der Menschwerdung Gottes tiefer, wahrhaftiger, froher und glaubwürdiger, als die ganze Medien- und Konsum-Maschinerie es uns nahelegt und aufdrängen will. Wer etwas genauer hinsieht und hinhört, entdeckt bald Spuren dieses anderen Advents: nicht des lauten Advents mit Kling-Glöckchen und greller Werbung, sondern der verhaltenen, leisen aber starken, tiefen und erwartungsfrohen Vorfreude – die den unauflösbaren Zusammenhang von Krippe und Kreuz nicht verleugnet, sondern darin den eigentlichen und tiefsten Grund zur Freude erkennt.

Viele Adventslieder wissen um diesen Zusammenhang und besingen ihn in deutlichen Bildern. Vielleicht überhören wir das zu schnell? – Nehmen wir uns doch hier die Zeit, einige Liedtexte kurz zu bedenken:

„Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt …“ Kaum ein Liederdichter der jüngeren Vergangenheit hat die Ambivalenz und den Reichtum der Weihnachtsbotschaft so tief erfasst und im eigenen Leben erfahren, wie Jochen Klepper (1903-1942). Die Tragik seiner Lebensgeschichte spricht hier für sich. Das Lied „Die Nacht ist vorgedrungen“ (GL 220 / EG 16) drückt dieses Glaubenswissen aus:

Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.

Strophe 1

Das Kommen des Heilands, die Menschwerdung des Gottessohnes, löst das Böse in der Welt nicht auf, sondern eröffnet den Ausweg hin zur wahren Errettung und Erlösung:

Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld.
Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld.
Beglänzt von Seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr,
von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.

Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt.
Als wollte Er belohnen, so richtet Er die Welt.
Der Sich den Erdkreis baute, der lässt den Sünder nicht.
Wer hier dem Sohn vertraute, kommt dort aus dem Gericht.

Strophe 4 und 5

Ganz ähnlich klingt es bei Paul Gerhardt (1607-1676):

Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los;
ich stand in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß
und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut,
das sich nicht lässt verzehren, wie irdisch Reichtum tut.

Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sünden Schuld;
nein, Jesus will sie decken mit Seiner Lieb und Huld.
Er kommt, Er kommt den Sündern zu Trost und wahrem Heil,
schafft, dass bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil.

„Wie soll ich dich empfangen“ (EG 11), Strophe 4 und 8

Auch Friedrich Spee von Langenfeld (1591-1635) weiß um die tiefe Not und Sehnsucht wie auch die Erfüllung der adventlichen Erwartung.

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,
darauf sie all ihr Hoffnung stellt?
O komm, ach komm vom höchsten Saal,
komm, tröst’ uns hier im Jammertal.

Hier leiden wir die größte Not,
vor Augen steht der ewig’ Tod.
Ach komm, führ uns mit starker Hand
vom Elend zu dem Vaterland.

„O Heiland, reiß die Himmel auf“ (GL 231 / EG 7), Strophe 4 und 6

Überhaupt blendeten die Christen früherer Zeiten in ihrer Adventsfreude das Leid und die Not des Menschen, die Sünde und den Tod nicht aus. Im Gegenteil! Gerade diese bedürfen ja so dringend der Erlösung durch das Kommen Gottes in diese Welt: „Et incarnatus est“, Er kam „in unser Fleisch“. Das Kind in der Krippe gibt es nicht als heimelige Idylle, Verdrängung und Illusion, sondern handfest, konkret, lebendig:

Und wer dies Kind mit Freuden umfangen, küssen will,
muss vorher mit Ihm leiden groß Pein und Marter viel,

danach mit Ihm auch sterben und geistlich aufersteh’n,
das ewig’ Leben erben, wie an Ihm ist gescheh’n.

„Es kommt ein Schiff geladen“ (GL 236 / EG 8), Strophe 5 und 6, von Daniel Sudermann (um 1550-1631), vermutlich nach Johannes Tauler (um 1300-1361)

In dieser Erkenntnis liegt der eigentliche Trost, auch und gerade in Tagen wie diesen: „Gott kommt zu uns, die Krippe und das Kreuz sind Seine Zeichen. Gott kommt zu uns, und unsre Trauer soll der Freude weichen!“


Ein Beitrag zum Adventskalender der Blogoezese

 

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Der Adventskalender

1adventZum dritten Mal – also bereits traditionell – gibt es einen Blogoezesen-Adventskalender. Es wird ab dem 1. Dezember jeden Tag auf einem anderen Blog einen Beitrag zum Advent geben, der diesmal hier verlinkt wird.

Mittlerweile gibt es ja Adventskalender in jeder möglichen Preisklasse und für alle vorhandenen Sinne – mit Schokolade, Marzipan, Tee, Koch- und Backrezepten, Spirituosen, Duftkerzen, Räucherkerzen, Weihrauch, Parfum, Bastelanleitungen, Geschichten, Krimis, Geistlichen Impulsen, Downloads, Hörbüchern, Musik, Schmuck, Spielzeug und Vielem mehr. Es gibt sie in Form von Schachteln, Häuschen, Säckchen, bedruckten Bögen, Karten, Boxen, Fensterbildern, Kerzen, Tassen, Apps, Websites oder eben Blogs …

Adventskalender gibt es noch nicht allzu lange. Sie wurden etwa um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert im evangelischen Bereich erfunden – ähnlich wie auch der Adventskranz. Von einem “traditionellen Adventskalender” kann also nicht wirklich gesprochen werden. Bevor die Adventskalender das Warten auf Weihnachten im wahrsten Sinne versüßt haben, dienten sie eher dem einfachen Abzählen der restlichen Tage oder einer geistig-geistlichen Vorbereitung auf Weihnachten.

Ähnlich wie beim Adventskranz gibt es also auch beim Adventskalender eine große Freiheit. Davon zeugt auch der Blogoezesen-Adventskalender, bei dem jeder Blogger selbst entscheidet, was er dazu beitragen möchte.

Den Anfang macht am 1. Dezember das “Rosenkranz-Atelier”.


Zum 1. Advent wünsche ich uns allen eine gesegnete Adventszeit
und eine gute Vorbereitung auf das Weihnachtsfest!


 

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Was frau so geschenkt bekommt

Die Weihnachtstage sind vorbei und die Geschenke ausgepackt. Auch wenn es an Weihnachten natürlich in erster, zweiter und dritter Linie um Anderes geht als um Geschenke, freut man sich doch darüber. In diesem Jahr waren es vor allem die vielen unerwarteten Geschenke, über die ich mich besonders gefreut habe.

Heute kam dann auch noch eine Lieferung, mit der ich nur teilweise gerechnet habe. Mein “großer Bruder” hat mir noch etwas zukommen lassen. Und was schenkt ein großer Bruder der kleinen Schwester? Toner-Kartuschen für meinen neuen Farblaser-Drucker (wie vermutet) und …

… einen Drehmomentschlüssel (völlig unerwartet) 😀

Drehmomentschluessel

Und das Ganze nur, weil wir uns letzte Woche kurz übers Reifenwechseln unterhalten hatten. Genial!

Doch nicht ganz ohne Krippe

In diesem Jahr hatte ich keine große Lust, die Wohnung adventlich oder gar weihnachtlich zu dekorieren. Außer dem Adventskranz gab es nichts Adventliches bei mir. Auch die Weihnachtsdeko blieb größtenteils im Keller. Nachdem ich die Feiertage selbst im Allgäu verbracht habe, wollte ich nicht noch nach den direkten Weihnachtstagen meine Krippe aufbauen.

Aber ganz ohne Krippendarstellungen ging / geht es nun doch nicht.

Nach Wigratzbad über die Feiertage hat mich diese Krippe begleitet …

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Zuhause gibt es in diesem Jahr die ‘Kompakt-Krippe’,

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Und im Büro zum ersten Mal seit Längerem wieder diese Darstellung:

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Nächstes Jahr gibt es dann bestimmt wieder meine ‘ordentliche’ Krippe (Foto aus 2014).

Krippe 2014

Singen auch an Weihnachten

notenblaetterSchrieb ich kürzlich vom Singen im Advent?

Mir scheint, ich selbst habe in der Weihnachtszeit deutlich mehr zu singen. Dass die Oekumenische Choralschola, in der ich mitsinge, an Epiphanie singt, stand schon recht lange fest. Dass ich dann eventuell auch etwas solistisch beitrage, habe ich mir gestern höchstselbst eingebrockt. Auch mein solistischer Einsatz an Heiligabend in der Christmette in Wigratzbad ist schon etwas länger in Planung. Offenbar fand aber jemand, die 2 Wochen dazwischen seien dann doch ein bisschen lang. Gerade kam nämlich die Anfrage, ob ich am 3. Dezember nicht auch noch in der Messe die zweite Hälfte der „Choralschola“ bilden möchte.

Drei verschiedene Gesangseinsätze an drei verschiedenen Kirchen, schön abwechselnd Köln – Wigratzbad – Köln. Na, dann hoffen wir mal, mir bleiben die Erkältungen vom Hals. So langsam sollte ich mir wohl den hl. Blasius und die hl. Cäcilia zu Freunden machen … 😀

Nikolaus-Handbuch …

… damit nicht doch noch nur wieder ein Weihnachtsmann dabei herauskommt!

Weihnachtsmann und neuerdings Zipfelmännchen haben haben die Nikolaustradition mittlerweile fast komplett überlagert. Dem stellt sich unter Anderem die Nikolausaktion des BDKJ entgegen.

Jüngste Arbeitshilfe ist dabei das Nikolaus-Handbuch, das erst vor einigen Wochen herausgegeben wurde. Auf 60 Seiten im A5-Format finden sich Informationen über den Heiligen und “Praxistipps für Nikolausdarsteller” – so der Untertitel.

Nikolaus-Handbuch2

Der erste Teil widmet sich der Vorstellung der Aktion, der Darstellung einiger Bräuche und der Person des Heiligen Nikolaus. Außerdem gehen die Autoren hier der Frage nach, wie aus dem Nikolaus der Weihnachtsmann wurde. Die Artikel sind erfreulich gut lesbar und vielfältig – z.B. Gastbeiträge, ein Interview …

Der zweite, etwa gleich große, Teil gibt praktische Anleitungen, Tipps für verschiedene Gelegenheiten (Schulen, Kindergärten, Pfarrgemeinden etc.) und Formulierungsvorschläge. Hier finden sich auch Nikolauslegenden zum Weitererzählen.
Besonders gefreut hat mich das Kapitel “Richtig gekleidet – Das Nikolausgewand”, denn es geht hier nicht in erster Linie darum, dass es nett und authentisch aussieht, sondern die ‘Kleidungsstücke’ werden in ihrer ursprünglichen liturgischen Bedeutung kurz dargestellt.

Auch die “Tipps für Unvorgesehenes beim Nikolausauftritt” wurden nicht vergessen. Da geht es um ganz praktische Hinweise für die Vorbereitung, aber auch um den Umgang mit Pannen.

Ich habe mich sehr gefreut, dass ein solches Buch herausgegeben wurde – gemeinsam mit den begleitenden Aktionen und Schulungen zur Nikolausaktion. Wenn Bräuche und  christliche Hintergründe nicht mehr selbstverständlich sind, braucht es eben ein bisschen mehr Hilfe, sie wieder zu etablieren.


Nikolaus-Handbuch
Praxistipps für Nikolausdarsteller

Hrsg. Dr. Dominik Meiering, Stefan Lesting
Gebundene Ausgabe: 60 Seiten
Verlag: BDKJ Stadtverband Köln
ISBN: 978-3-00-050681-9

Bestellung im Buchhandel oder über www.nikolausaktion.org
Preis: 9,90 Euro (durch den Erlös wird die Nikolausaktion unterstützt)


 

Ein gesegnetes Weihnachtsfest!

 

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Wird Christus tausendmal in Bethlehem geboren
und nicht in dir, du bleibst noch ewiglich verloren.

Gott schleußt sich unerhört in Kindes Kleinheit ein:
Ach möchte ich doch ein Kind in diesem Kinde sein.

Ach könnte nur dein Herz zu einer Krippe werden,
Gott würde noch einmal ein Kind auf dieser Erden.

Merk, in der stillen Nacht wird Gott, ein Kind, geboren,
und wiederum ersetzt, was Adam hat verloren.

Ist deine Seele still und dem Geschöpfe Nacht,
so wird Gott in dir Mensch und alles wiederbracht.

Hier liegt das werte Kind, der Jungfrau erste Blum,
der Engel Freud und Lust, der Menschen Preis und Ruhm.

Soll er dein Heiland sein und dich zu Gott erheben,
so musst du nicht sehr weit von seiner Krippe leben.

Der Himmel senkte sich, er kommt und wird zur Erden;
wann steigt die Erd‘ empor und wird zum Himmel werden?

Angelus Silesius

Diesmal früh dran

Karten2Das ist mir ja noch nie passiert!

Der Advent hat noch nicht einmal begonnen und ich habe bereits alle Weihnachtskarten vorbereitet und nahezu alle Weihnachtsgeschenke besorgt.

Sonst kommt Weihnachten ja immer so plötzlich und unerwartet. 😉

…weil in der Herberge kein Platz für sie war

Die Komplettsanierung der Sühnekirche in Wigratzbad hat zur Folge, dass die Gottesdienste seit März in einem Zelt stattfinden müssen. Gerade jetzt in der Winter-/Weihnachtszeit ist es ein ziemlich trostloser Anblick – “…denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Zelt

Gottesdienst-Zelt mit Sakristei-Container im Vordergrund / Baustelle der Kirche im Hintergrund

Und doch ist ER im Tabernakel gegenwärtig – auch im behelfsmäßigen Zelt!

Was wäre wenn… Weihnachtliches Aggiornamento

Ja, was wäre, wenn Weihnachten heute stattgefunden hätte? Einige Netzfunde dazu – humorvoll und nachdenklich:

  • Wie wäre die Kommunikation und Planung wohl abgelaufen?

Aber es geht auch in die andere Richtung:

  • Ein mittelalterlicher Rudolphus

 

Besinnliche Zeit

weihnacht033Die Kerzen brennen,
der Advent ist da.
Doch die Leute rennen,
wollen niemand kennen,
denn die Zeit ist rar.

Müssen Päckchen packen
und auch Karten schreiben.
Wollen Kuchen backen,
dazu Nüsse knacken
und die Zeit vertreiben.

Ist das Fest gekommen,
ist es dann so weit,
sind wir ganz benommen,
kaum zur Ruhe gekommen.
“O besinnliche Zeit!”