Es sollte wohl so sein … ungeplanter Sonntagsausflug

Geplant war, dass wir letzten Sonntag zur Messe und zum Sektempfang anlässlich der Einführung des neuen Hausoberen der Petrusbruderschaft Gelsenkirchen nach Recklinghausen fahren wollten. Bis dahin lief auch alles gemäß Planung: Wir haben an der Messe teilgenommen und danach auf dem Sektempfang gute Begegnungen genossen. Nicht gerechnet habe ich damit, dort auch noch einen Pater zu treffen, den ich sehr schätze – P. Bernhard Gerstle FSSP, den derzeitigen Distriktsoberen und ehemaligen Leiter in Gelsenkirchen/Recklinghausen. Möglicherweise ergibt sich daraus auch noch ein Treffen in meinem Urlaub nächste Woche.

Br. Barnabas, mein Mitbruder, hatte dann die Idee, auf der Rückfahrt noch einen „kleinen Abstecher“ einzulegen. Es war ja schließlich noch früh am Tag. Und weil das Zisterzienser-Kloster in Bochum-Stiepel gerade auf dem Weg liegt, fiel die Wahl eben darauf.

Auf dem Weg dorthin haben wir aber zuerst die kleine alte evangelische Dorfkirche in Stiepel entdeckt. Auch wenn wir nur durch die Glastür ins Innere sehen konnten, hat sie sich doch als echtes Schmuckstück herausgestellt.

Am Kloster in der Wallfahrtskirche in Stiepel hatten wir nicht allzu viel Zeit, weil kurz nach uns eine Taufgesellschaft den Raum geentert hat. Für ein paar Fotos hat’s aber noch gereicht. Der Klosterladen war auch noch nicht wieder offen. Also war der Plan, noch kurz im Restaurant-Café Klosterhof einzukehren und dann zurück zu fahren. Dann hat es uns aber doch zu gut geschmeckt, so dass wir erst pünktlich zur Öffnung des Klosterladens wieder gegangen sind.

Im Laden kamen wir mit dem Frater ins Gespräch, der dort Dienst tat. Was er von uns zur Hochkirchlichen St. Johannes-Bruderschaft hörte, gefiel ihm außerordentlich gut. Bevor wir gingen hat er uns gefragt, ob wir nicht zu seiner Ewigen Profess kommen wollen, die er im September ablegen wird – gemeinsam mit einem Mitbruder. Dabei habe ich ganz nebenbei erfahren, dass sein Mitbruder derjenige ist, den ich aus der Zeit vor seinem Eintritt persönlich kenne. Mir scheint jetzt also schon ein Termin im September festzustehen.

Br. Barnabas und ich konnten es natürlich nicht lassen, das ein oder andere über soziale Netzwerke zu teilen. Deshalb erreichte uns zwischenzeitlich der Hinweis, dass an dem Sonntag der Sommerkurs Gregorianik (Folkwang Universität der Künste) beginnt – mit einer gesungenen Deutschen Vesper in St. Lucius in Essen-Werden. Das hat zeitlich genau hingehauen, so dass wir den Ausflugstag mit der Vesper abschließen konnten.

Aus dem angedachten Mini-Ausflug wurde ein ausgewachsener Sonntagsausflug – inklusive nettem Abschluss in Köln in der Kneipe um die Ecke.

Hätten wir es geplant, hätte es nicht besser passen können.

Liturgische Tagung in Herzogenrath – Dokumentationen

Alle Vorträge der Liturgischen Tagung, die Ende März in Herzogenrath stattgefunden hat, wurden von bonifatius.tv aufgezeichnet. Außerdem gibt es jede Menge eindrucksvolle Fotos von der Tagung. Macht euch selbst einen Eindruck:



Mittwoch, 29.03.2017

„Vor Dein Angesicht …“Zum Unterschied von Opferung und Gabenbereitung (Prof. Dr. Helmut Hoping, Universität Freiburg)
Video des Vortrags bei bonifatius.tv

Klingende LiturgieAnspruch, Wirklichkeit und Chancen des Gregorianischen Chorals als Garant liturgischer Kontinuität (Kantor Krystian Skoczowski, Hanau)
Video des Vortrags bei bonifatius.tv

Donnerstag, 30.03.2017

Renaissance der TraditionDie Neuentdeckung der klassischen römischen Liturgie in den nordamerikanischen Diözesen (S.E. Erzbischof Alexander K. Sample, Portland/Oregon, USA)
Video des Vortrags bei bonifatius.tv

„Glaube im Gespräch“ – Interview mit Erzbischof Alexander K. Sample
Video bei bonifatius.tv

Schönheit als Aufstieg zu GottDie Bedeutung der Kunst in der Theologie Benedikts XVI. (Prof. Dr. Peter Stephan, Fachhochschule Potsdam)
Video des Vortrags bei bonifatius.tv

Divine worship – The MissalZur Entstehung eines außergewöhnlichen Missale (S.E. Bischof Steven J. Lopes, erster Bischof des Personalordiariates „Kathedra Petri”, Houston/Texas USA (Vortrag in deutscher Sprache))
Video des Vortrags bei bonifatius.tv

Freitag, 31.03.2017

Missa cantata in der Pfarrkirche St. Marien (Zelebrant: Msgr. Joachim Schroedel, Kairo)
Video der Predigt bei bonifatius.tv (Christenverfolgung im Nahen Osten)

Gebeteter GlaubeÜber die Einheit von Lex orandi und lex credendi aus der Sicht der Ostkirche (Dr. Ioan Moga, Universität Wien)
Video des Vortrags bei bonifatius.tv

Die Liturgie der Armenisch-Apostolischen Kirche im geschichtlichen Kontext (Pfarrer Dr. Diradur Sardaryan, Göppingen)
Video des Vortrags bei bonifatius.tv

Von den Quellen der ZukunftDie Bedeutung des Motu proprio „Summorum Pontificum“ für die Erneuerung der Liturgie der lateinischen Kirche / ​Kurzreferate im Rahmen von zwei Buchvorstellungen:

  • „Zehn Jahre Summorum Pontificum. Versöhnung mit der Vergangenheit – Weg in die Zukunft“, Prof. Dr. Markus Graulich, Rom
    Video des Kurzvortrags bei bonifatius.tv
  • „Neuanfang inmitten der Krise. Die heilige Liturgie, die traditionelle lateinische Messe und die Erneuerung in der Kirche“,  Prof. Dr. Peter A. Kwasniewski, Wyoming (USA)​​
    Video des Kurzvortrags bei bonifatius.tv

Die Bedeutung des Motu proprio „Summorum Pontificum“ für die Erneuerung der Liturgie der lateinischen Kirche (S. Em. Robert Cardinal Sarah, Präfekt der Kongregation für die Liturgie, Rom | Das Referat wird in Abwesenheit verlesen.)
Video des Vortrags bei bonifatius.tv
Text in deutsch und englisch auf der Website der Tagespost | und in deutsch bei CNA

Anschließende Podiumsdikussion zum Anliegen Papst Benedikts XVI. einer „Reform der Reform“ der römischen Liturgie mit S.E. Erzbischof Sample, Prof. Dr. Markus Graulich (Rom) und Prof. Dr. Kwasniewski, Wyoming (USA) und Pfarrer Dr. Guido Rodheudt | Moderation: Martin Lohmann
Video der Diskussion bei bonifatius.tv

Samstag, 01.04.2017

Pontifikalamt in der ehem. Abteikirche von Rolduc / NL (Zelebrant: S.E. Erzbischof Alexander K. Sample, Portland/Oregon, USA)
Video der Predigt bei bonifatius.tv

Akademie zum Abschluß der TagungHommage an Benedikt XVI. (Martin Mosebach, Frankfurt am Main (Büchner-Preisträger 2007))
Video des Vortrags bei bonifatius.tv
Text auf der Seite der Liturgischen Tagung


Alle Beiträge aus Herzogenrath bei bonifatius.tv unter:
„Dokumentationen“ / „Liturgische Tagung 2017“

Gregorianischer Choral – gesungene Liturgie

Die Meinung, dass Latein und der Gregorianische Choral in der Liturgie von „dem Konzil“ (gemeint ist das Zweite Vatikanische Konzil) abgeschafft wurden, ist weit verbreitet. In der entsprechenden Liturgiekostitution lese ich allerdings:

„Die Kirche betrachtet den Gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang; demgemäß soll er in ihren liturgischen Handlungen, wenn im übrigen die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, den ersten Platz einnehmen…“ (Sacrosanctum Concilium, Kap. 6, Art. 116: )

Der Choral ist wortgebundener Gesang. Die Melodie folgt der Sprache und dient dem Text – mehr als in den sonst üblichen Gesängen. Und die Texte entstammen der Liturgie und zum großen Teil den biblischen Schriften. So kann er im liturgischen Vollzug der Evangelischen Kirche ebenso einen Platz haben, wie er es in der römisch-katholischen Liturgie laut Liturgiekostitution haben sollte.

Seit etwas über vier Jahren singe ich in der Oekumenischen Choralschola Köln an der evangelischen Antoniterkirche in der Kölner Innenstadt. Zumeist singen wir nicht in katholischen Kirchen, sondern in evangelischen Abendmahlsgottesdiensten vor Ort.

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Foto: Engelbert Broich / AntoniterCityKirche

Es geht in der Schola weniger darum, möglichst oft mit möglichst vielen Gesängen zum ‚Einsatz‘ zu kommen. Als Sänger und Sängerinnen in der Schola versuchen wir, uns die Gesänge anzueignen und auch vom geistlichen Gehalt her zu erschließen – und dann natürlich auch gut und richtig in den Gottesdiensten zu singen. 😉

Es wäre schön, wenn die Schola noch etwas Verstärkung erhielte. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass es sich lohnt.

Weitere Information sind auf den Seiten der AntoniterCityKirche zu finden. Auf der Unterseite der Oekumenischen Choralschola Köln steht unter anderem:

„Sängerinnen / Sänger mit Interesse am Gregorianischen Choral (Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt) können sich zum Kennenlernen unserer Schola über die E-Mail-Adresse kontakt@antonitercitykirche.de beim Scholaleiter Manfred Loevenich melden!“


„Die Kirchenmusik muss in höchstem Maße die besonderen Eigenschaften der Liturgie besitzen, nämlich die Heiligkeit und die Güte der Form; daraus erwächst von selbst ein weiteres Merkmal, die Allgemeinheit. Diese Eigenschaften finden sich in höchstem Maße im gregorianischen Choral, besitzt in vorzüglichem Maße auch die klassische Polyphonie. Eine Kirchenkomposition ist um so heiliger und liturgischer, je mehr sie sich in Verlauf, Eingebung und Geschmack der gregorianischen Melodik nähert; und sie ist um so weniger des Gotteshauses würdig, als sie sich von diesem höchsten Vorbild entfernt.“ (Papst Pius XII.: Enzyklika Musicae sacrae disciplina, 25. Dezember 1955)

Was wäre wenn… Weihnachtliches Aggiornamento

Ja, was wäre, wenn Weihnachten heute stattgefunden hätte? Einige Netzfunde dazu – humorvoll und nachdenklich:

  • Wie wäre die Kommunikation und Planung wohl abgelaufen?

Aber es geht auch in die andere Richtung:

  • Ein mittelalterlicher Rudolphus

 

Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf – Veni Sancte Spiritus

Allen Bloglesern wünsche ich ein begeisterndes Pfingstfest!

Denn…
Der Geist hilft unserer Schwachheit auf – Motette (J. S. Bach):


…deshalb…
Veni Sancte Spiritus – Sequenz (Gregorianik):

(Ich liebe diese Sequenz!)