Wider die Mauleritis

LeseempfehlungBloggerkollege Tobias macht sich Gedanken über den Unterschied zwischen berechtigter / konstruktiver Kritik und destruktiver Meckerei:

“Zu meckern gibt es immer was”

Unbedingt lesenswert, obwohl – oder gerade weil – man sich bei manchen Beispielen irgendwie ertappt fühlt …


Es gibt Leute,
die schütteln so lange den Kopf über der Suppe,
bis sie ein Haar darin finden
(Quelle leider nicht mehr präsent)

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Herausforderung Gemeinschaft

Pater Ulrich schreibt auf seinem Blog über seinen Fastenvorsatz “Sich der Gemeinschaft nicht entziehen”. Als Benediktiner bezieht er sich dabei – wenig überraschend – auf die Benediktsregel zum Thema Fastenzeit.

Nun bin ich kein Benediktiner, aber ich habe mich trotzdem ertappt gefühlt. Ausgerechnet jetzt, wo mir gerade danach ist, mich an einigen Stellen ein bisschen rauszuziehen! Ich kenne den Drang nur allzu gut, sich zurückziehen zu wollen und dem eigenen Rhythmus oder auch einfach dem eignen Gusto den Vorrang geben zu wollen – und damit die Reibungspunkte einfach zu vermeiden.

Leider kann ich mich nicht einmal damit herausreden, dass ich mich ja nicht an die Benediktsregel halten muss. Dasselbe findet sich nämlich auch in der Bibel, deren Relevanz für mich als Christen ich wohl kaum in Abrede stellen kann:

“… und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.” (Hebr. 10, 24-25)

 

Na, herzlichen Dank für diese Herausforderung am Beginn der Fastenzeit, lieber Pater! 😉

Das Wort ist Fleisch geworden …

… nicht Buch!


 

troesten

Facebook-Fund

Eigentlich finde ich diese Cartoon-Reihe oft ziemlich gelungen, aber mit der Bild-Aussage oben habe ich doch massive Probleme.

Schade, dass gerade kurz nach Weihnachten, wo wir die Menschwerdung Christi gefeiert haben, der Trost (und die Person) Gottes durch ein Buch repräsentiert werden – so wichtig die Bibel auch sein mag. Von meinem Empfinden her grenzt die Aussage der Zeichnung an “eingebildeten Trost” oder Autosuggestion – genau das Gegenteil dessen, was worum es eigentlich gehen soll:

Ich selbst werde euch trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet.”
(Jesaja 66, 13)

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ZDK – Ich hätte da mal ‘ne Frage

AntwortThomas Sternberg ist neuer ZdK-Präsident‘  titelt katholisch.de, mit dem Untertitel ‘Katholikenkomitee wählte CDU-Politiker für zwei Jahre’

Bei dem, was ich hier und in anderen Veröffentlichungen (inkl. ZDK-eigener Darstellungen) lese, drängen sich mir ein paar Fragen auf:

Warum werden eigentlich im Zusammenhang mit ZDK-Posten immer die politischen Ämter und die Parteizugehörigkeit so hervorgehoben? Erst auf den zweiten oder dritten Blick erfährt man, dass der neue ZDK-Präsident Theologe ist und eine katholische Akademie leitet.

Wie kommt es, dass bei einem Gremium, das katholische Laien, Gläubige vertreten soll, die ‘Funktionäre’ über Parteizugehörigkeit und politisches Engagement indentifiziert werden?

Fragen, Fragen und noch mehr Fragen …

Heilige Räume

20140223_Maastricht(5)Bei einem Ausflug nach Maastricht habe ich eine Kirche gesehen, die zur Buchhandlung umgewandelt wurde. Wo vorher der Altar stand, kann heute Kaffee getrunken werden. Ich gebe zu, dass es weh tat, das so zu sehen. Aber der Sinn für die Heiligkeit, also das Ausgesondertsein, von Räumen für die Begegnung mit Gott schwindet immer mehr.

Auf dem Blog “Frischer Wind” habe ich dazu eine – wie immer – sehr treffende Predigt von P. Bernward Deneke FSSP gefunden:

Die Wohnung Gottes bei den Menschen
und ein Stück Himmel auf Erden

Sehr lesenswert!

Das erklärt Vieles :-)

Die Saarländer und ihr Glaube – Eine kleine Aufklärung

Eine kurzweilige und treffende Sendung des Deutschlandfunks über die Kirche im kleinsten aber katholischsten Bundesland, direkt hier zu hören:

 

Also bitte künftig nicht mehr wundern!
Es liegt alles nur daran, dass ich Saarländerin bin.

„Erwachsene auf dem Weg zur Taufe“ – eine DVD

ErwachsenentaufeVor Kurzem habe ich diese DVD in die Hände bekommen, die vom Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg mit Unterstützung des Bonifatiuswerks herausgegeben worden ist. Im Begleitmaterial heißt es:

Dieser Film und das damit verbundene Begleitmaterial richten sich vor allem an:

  • Katechumenatsbegleiter/innen
  • Patinnen und Paten von Katechumenen
  • Studierende, pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • sowie an alle, die an der Vorbereitung auf die Taufe Erwachsener interessiert sind

Sechs Erwachsene – 4 Frauen, 2 Männer – und ihre Katechumenatsbegleiter gewähren in einem 30-minütigen Film Einblick in die Vorbereitung auf die Taufe. Besonders aufgefallen sind mir dabei die sehr unterschiedlichen Zugänge sowohl der Taufbewerber als auch ihrer jeweiligen Begleiter. Gezeigt wurde neben der notwendigen Wissensvermittlung eine sehr individuelle Taufvorbereitung, in der die persönlichen Fragen und das konkrete Glaubensleben der Katechumenen einen großen Raum einnahmen.

In den Einzelportraits zeigen sich nochmal besonders die unterschiedlichen Wege, wie diese Taufbewerber angesprochen wurden: über die Musik, die Begegnungen in den Gemeinden, das Kennenlernen eines Klosters oder über die Jugendarbeit.

Auf der DVD befindet sich auch eine 25 Seiten starke PDF-Datei als Begleitmaterial. Neben einer Kurzinformation über die altkirchliche Taufpraxis ist hier sehr verständlich und gut strukturiert auch der Ablauf der Taufvorbereitung / des Katechumenats beschrieben – mit praktischen Hinweisen für die Verantwortlichen.

Außerdem noch:

  • Beispielhafte Konzepte der Katechumenatswege, die auch schon im Film auftauchen.
  • Einige Texte, die sich damit auseinandersetzen, wie Menschen Zugang zum Glauben finden
  • Eine weiterführende Literaturliste

Insgesamt empfand ich die DVD als sehr ansprechend. Mir persönlich hat sie Lust gemacht, mich evtl. ebenfalls in diesem Bereich engagieren zu wollen. Leider hat es aber auch den Eindruck hinterlassen, dass die Taufbewerber hauptsächlich mit gesondert gestalteten Gottesdiensten in Berührung kamen. Die Einbindung in Leben und Liturgie der Ortsgemeinde kam kaum zur Sprache. Die Subjektivität der Herangehensweise scheint mir gleichzeitig Stärke und Schwäche des Filmes zu sein. Andererseits kann es in einer solchen DVD ja nur um ein Schlaglicht gehen, dem eine weitere Beschäftigung mit dem Thema folgen muss. Und dazu gibt das Begleitmaterial ja auch Hinweise. Als „Appetithappen“ also sehr gelungen!

Bezugsquelle: Katholisches Filmwerk GmbH