Genau wie in der traditionellen Römischen Kirche gibt es in den Orthodoxen Kirchen und auch der Armenischen Kirche das Angebot zur Wohnungssegnung nach Epiphanie bzw. Weihnachten. In der Armenischen Kirche gilt das Abgebot auch im Anschuss an das Osterfest.
Ich habe unseren Pfarrer um eine Wohnungssegnung gebeten und er hatte mir direkt am nächsten Tag einen Termin vorgeschlagen, den ich auch bestätigt habe. Zur Wohnungssegnung werden traditionell Brot, Salz und Wasser vorbereitet.
In dieser Zeit, in der die Kirchen leer bleiben und die Gläubigen auf die direkte Teilnahme an gemeinsamen Liturgien, Stundengebeten und anderen Gottesdienste verzichten müssen, haben wir dennoch die Möglichkeit verbunden zu bleiben.
Zwar haben kürzlich ein paar Liturgiewissenschaftler die Hl. Messe ohne Anwesenheit der Gläubigen als „Geistermessen“ diffamiert, aber viele Priester und Gemeindeleitungen haben ihre Gläubigen nicht im Stich gelassen.
Hier möchte ich einige Möglichkeiten teilen, wie wir dennoch im Gebet und auch in der Liturgie verbunden bleiben können.
Livestream / Übertragung Heiliger Messen:
Tridentinische Messe in Rimau – Online Übertragung aus dem tschechischen Wallfahrtsort – am Sonntag um 10:30 Uhr (gesungenes Amt, tschechische und deutsche Predigt) / von Montag bis Samstag um 18:00 Uhr
Bereits vor einigen Tagen ist auf dem Blog „Christi Braut in der Welt“ ebenfalls ein Blogartikel erschienen, der auf verschiedene Möglichkeiten für die tägliche hl. Messe hinweist und in dieser Zeit Geistliches Leben zu stärken.
Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser. Sie war hochbetagt. Nach ihrer Jungfrauschaft hatte sie sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt und war nun eine Witwe von vierundachtzig Jahren; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. (Lukas 2, 36-38)
Die Meinung, dass Latein und der Gregorianische Choral in der Liturgie von „dem Konzil“ (gemeint ist das Zweite Vatikanische Konzil) abgeschafft wurden, ist weit verbreitet. In der entsprechenden Liturgiekostitution lese ich allerdings:
„Die Kirche betrachtet den Gregorianischen Choral als den der römischen Liturgie eigenen Gesang; demgemäß soll er in ihren liturgischen Handlungen, wenn im übrigen die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, den ersten Platz einnehmen…“ (Sacrosanctum Concilium, Kap. 6, Art. 116: )
Der Choral ist wortgebundener Gesang. Die Melodie folgt der Sprache und dient dem Text – mehr als in den sonst üblichen Gesängen. Und die Texte entstammen der Liturgie und zum großen Teil den biblischen Schriften. So kann er im liturgischen Vollzug der Evangelischen Kirche ebenso einen Platz haben, wie er es in der römisch-katholischen Liturgie laut Liturgiekostitution haben sollte.
Seit etwas über vier Jahren singe ich in der Oekumenischen Choralschola Köln an der evangelischen Antoniterkirche in der Kölner Innenstadt. Zumeist singen wir nicht in katholischen Kirchen, sondern in evangelischen Abendmahlsgottesdiensten vor Ort.
Foto: Engelbert Broich / AntoniterCityKirche
Es geht in der Schola weniger darum, möglichst oft mit möglichst vielen Gesängen zum ‚Einsatz‘ zu kommen. Als Sänger und Sängerinnen in der Schola versuchen wir, uns die Gesänge anzueignen und auch vom geistlichen Gehalt her zu erschließen – und dann natürlich auch gut und richtig in den Gottesdiensten zu singen. 😉
Es wäre schön, wenn die Schola noch etwas Verstärkung erhielte. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass es sich lohnt.
Weitere Information sind auf den Seiten der AntoniterCityKirche zu finden. Auf der Unterseite der Oekumenischen Choralschola Köln steht unter anderem:
„Sängerinnen / Sänger mit Interesse am Gregorianischen Choral (Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt) können sich zum Kennenlernen unserer Schola über die E-Mail-Adresse kontakt@antonitercitykirche.de beim Scholaleiter Manfred Loevenich melden!“
„Die Kirchenmusik muss in höchstem Maße die besonderen Eigenschaften der Liturgie besitzen, nämlich die Heiligkeit und die Güte der Form; daraus erwächst von selbst ein weiteres Merkmal, die Allgemeinheit. Diese Eigenschaften finden sich in höchstem Maße im gregorianischen Choral, besitzt in vorzüglichem Maße auch die klassische Polyphonie. Eine Kirchenkomposition ist um so heiliger und liturgischer, je mehr sie sich in Verlauf, Eingebung und Geschmack der gregorianischen Melodik nähert; und sie ist um so weniger des Gotteshauses würdig, als sie sich von diesem höchsten Vorbild entfernt.“ (Papst Pius XII.: Enzyklika Musicae sacrae disciplina, 25. Dezember 1955)
Seit Oktober 2013 gibt es nun schon vom Deutschen Liturgischen Institut und vom Katholischen Pressebund eine App mit dem deutschsprachigen (kleinen) Stundenbuch. Seit Neuestem ist die App erweitert auf den Inhalt des großen Stundenbuchs.
Deshalb nochmals von mir der Tip, sich die App unbedingt einmal näher anzusehen. Zu bekommen ist sie für iOS, für Android und für Windows Phone.
Die Bedienung ist sehr einfach. Für jeweils 10 Tage werden die täglichen Texte geladen, so dass man die App auch ohne ständige Internetverbindung nutzen kann. Ein sehr einfacher Einstieg ins Stundengebet und das auch noch kostenlos.
Es ist aber nicht verboten, das Projekt mit einer Spende zu unterstützen – zum Beispiel über Better Place. 😉
Herzlichen Dank an den Katholischen Pressebund für den großen Einsatz, mit dem die Entwicklung der App vorangetrieben wird!
Selten hat mir eine Oration so sehr aus dem Herzen gesprochen:
2. Sonntag nach Epiphanie (Außerordentliche Form des römischen Ritus)
Tagesgebet
Allmächtiger, ewiger Gott, du lenkst gleicherweise Himmel und Erde; erhöre huldvoll das Flehen deines Volkes und schenke deinen Frieden unseren Zeiten: durch unseren Herrn.
Graduale (Ps 106, 20-21)
Der Herr sandte sein Wort und heilte sie; er entriß sie ihrem Verderben. Darum sollen sie den Herrn für sein Erbarmen und für seine Wundertaten an den Menschenkindern preisen.
2. Sonntag im Jahreskreis (Ordentliche Form des römischen Ritus)
Tagesgebet
Allmächtiger Gott, du gebietest über Himmel und Erde, du hast Macht über die Herzen der Menschen. Darum kommen wir voll Vertrauen zu dir; stärke alle die sich um die Gerechtigkeit mühen, und schenke unserer Zeit deinen Frieden. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Populus Sion, ecce,
Dominus veniet
ad salvandas gentes;
et auditam faciet
Dominus gloriam vocis suæ
in lætitia cordis vestri.
Qui regis Israel, intende
qui deducis velut ovem Ioseph.
Volk von Sion, siehe, der Herr wird kommen, die Heiden zu erlösen; und der Herr wird hören lassen Sein majestätisches Wort zur Freude eures Herzens. (Jesaja 30,30) Hab acht, Du Hirte Israels, der Du gleich einem Schäflein Joseph weidest. (Psalm 80,2)
Gott, Du erfreust uns heute durch das festliche Jahresgedächtnis der Erhöhung des heiligen Kreuzes. Nun bitten wir: Laß uns im Himmel die Frucht der Erlösung durch Jesus Christus erlangen, dessen Mysterium wir auf Erden erkannt haben.
Oration in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus
(Übersetzung aus dem ‚Volksmeßbuch‘ von Urbanus Bomm OSB, gedruckt 1961)
Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden.
Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.
Eine gute Nachricht! Die Web-Version des (kleinen) Stundenbuches ist mittlerweile ebenfalls online.
Jetzt kann man also das Gebet der Kirche auch via App oder und/oder online beten. Nochmals herzlichen Dank, an alle, die sich dafür eingesetzt und daran mitgewirkt haben!
Vom Deutschen Liturgischen Institut und vom Katholischen Pressebund gibt es nun endlich eine App mit dem deutschsprachigen (kleinen) Stundenbuch – für iOS, Android und für WindowsPhone.
Die Bedienung ist sehr einfach. Für jeweils 10 Tage werden die täglichen Texte geladen, so dass man die App auch ohne ständige Internetverbindung nutzen kann. Ein sehr einfaher Einstieg ins Stundengebet und das auch noch kostenlos.
Eine Online-Version ist unter stundenbuch.katholisch.de vorgesehen, bisher allerdings noch nicht im Netz.
Bei der Gelegenheit möchte ich auch nochmal an den Bändelblog erinnern. Wer die Stundenbücher – großes oder kleines – besitzt, findet hier Angaben, was gerade ‚dran‘ ist.
Das Brevier von 1962 in Latein gibt es ebenfalls als App: Breviarium meum (iOS)
Leser ‚Admiral‘ hat mir noch Fotos von der gestrigen Primiz von P. Bernward van der Linden in Sendschotten (bei Drolshagen) geschickt, die ich gerne hier teile:
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Bernward van der Linden
02.07.2012 in Sendschotten bei Drolshagen
Levitiertes Amt
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