Noch 3 Tage …

Aufnahme2Jedes Noviziat geht einmal zuende. Vor zwei Jahren wurde ich Novizin der Hochkirchlichen St. Johannes-Bruderschaft. Meine endgültige Aufnahme in die Bruderschaft ist nun bei unserem Herbstkonvent geplant – am 25.09. während der morgendlichen Messe. Ab dann werde ich mich auch daran gewöhnen, innerhalb der Bruderschaft mit einem neuen Namen angesprochen zu werden – und darauf freue ich mich schon sehr.

Ich hatte die Tage vor dem Konvent und meiner Aufnahme völlig anders geplant – wollte einige Tage in Ruhe in Wigratzbad verbringen, einige Gespräche führen … Aber dann kamen mir ein abgebrochener Zahn und andere Widrigkeiten in die Quere. So, wie ich es mir ausgemalt hatte, lief es also schonmal nicht. Alles sehr ärgerlich! Trotzdem haben sich andere Möglichkeiten ergeben, aus meinem Alltag nicht einfach in den Konvent hinein zu stolpern.

Dann hoffe ich mal, dass es sich nun hat mit den Komplikationen und freue mich auf den Schritt in die noch größere Verbindlichkeit (auch wenn sich nach außen hin an meinen Lebensumständen nichts ändern wird).

Gebetsunterstützung wäre übrigens sehr willkommen! *mit dem Zaunpfahl wink* 😉

Lagerbildung oder „Wer polarisiert hier eigentlich?“

Tauziehen

Meinungsstarken Personen – vor allem wenn deren Meinung nicht dem erwünschten Mainstream entspricht – werden gerne einmal Polarisierungstendenzen vorgeworfen. Meist folgt diesem Vorwurf aber nicht etwa eine Auseinandersetzung mit den Argumenten und Positionen, sondern eine Einordnung in Lager

  • da zählt nicht mehr was veröffentlicht wird, sondern wo veröffentlicht wird
  • und wer da sonst noch veröffentlicht
  • und wer aus dem Freundeskreis bzw. Bekanntenkreis evtl. Unliebsames geäußert hat
  • und welcher unliebsame Zeitgenosse Ähnliches von sich gegeben hat (und sei es nur, dass das Gras grün und der Himmel blau sei)
  • oder wer sich dadurch bestärkt fühlen könnte…

Nicht Sachargumente, Wahrheit oder Plausibilität zählen, sondern

  • „Zu wem hältst du eigentlich?“
  • „Du kannst doch so jemanden nicht verteidigen!“
  • „So argumentieren auch …“

Ideologisierung und Lagerdenken kommen allzu häufig genau von denen, die anderen vorwerfen zu polarisieren. Gepaart mit diffamierenden Begrifflichkeiten und Zuordnungen, ist das ein probates Mittel, sich erst gar nicht mit den unerwünschten Meinungen auseinander setzen zu müssen.

Ich bin auch nicht glücklich über ‚Applaus von falscher Seite‘, aber in unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft müsste es doch möglich sein, Argumente und Realitäten von Sippenhaft zu unterscheiden.

Humanistische Milchmädchenrechnung

Der Humanistische Pressedienst titelt ‚Leere Klöster haben keinen Platz für Flüchtlinge‚ und fordert(!), dass in Klöstern Flüchtlinge aufgenommen werden sollen. Schließlich sei dort viel Platz und sie erhielten ja auch öffentliche Zuwendungen.

Ich konnte mir einen Kommentar nicht verkneifen – auch wenn ich nicht sicher bin, ob er dort überhaupt freigeschaltet wird:

„Per Definition sind Klöster – vor allem kontemplative Klöster wie z.B. die der Benediktiner – nun einmal abgeschlossene(!) Bereiche (wie der Begriff schon vermuten lässt). Im Artikel geht es eben nicht um leere(!) Klöster, sondern um bewohnte Klöster, die aber nicht ‚ausgelastet‘ sind. Ich frage mich, wie Klosterleben möglich sein soll, wenn im selben Gebäude Menschen leben, die sich dem klösterlichen Leben nicht verschrieben haben.

Die Rechnung mit Quadratmetern und Bewohnerzahlen ist eine Milchmädchenrechnung. Da könnte man auch von Alleinstehenden in einer relativ großen Wohnung fordern, sie könnten ja noch 2-3 Flüchtlinge bei sich zuhause wohnen lassen. Platz genug wäre ja.

Und was die Denkmalschutzförderung betrifft. Ich möchte mal sehen, wie man denkmalschutzgerecht Klosterräume in Flüchtlingsunterkünfte umwidmen will. Mir scheint, es gibt hier einige logische Probleme in der Argumentation.“

Was man so alles Diskriminierung nennt

Verständlicherweise befasse ich mich gerade sehr stark damit, wie ich mit der kürzlich festgestellten Glutenunverträglichkeit mein Leben umorganisiere. Das reicht bis in die Frage hinein, wie ich das mit dem Kommunizieren in der Messe regeln kann.

Einerseits gibt es das ‚organisatorische‘ Problem, andererseits die Normen für das, was als Hostien genutzt werden kann. In einer Diskussion mit anderen Betroffenen erzählte jemand, dass der Pfarrer auch völlig glutenfreie Hostien aus Maismehl zugelassen hat. Mein Einwand, dass das problematisch sei, wurde – natürlch mal wieder mit Hinweis auf das Jahrhundert, in dem wir uns befinden – abgebügelt. So etwas sei Diskriminierung (gefolgt vom Hinweis darauf, dass sich auch das sicher mit dem jetzigen Papst ändern wird).

Klar ist es blöd, wenn man nicht an der Kommunion teilnehmen kann, weil man evtl. zu den Leuten gehört, die auch die kleinsten Spuren von Gluten nicht vertragen. Dennoch finde ich es merkwürdig, sofort ‚Diskriminierung‘ zu schreien, nur weil einem nicht gleich eine maßgeschneiderte Lösung geboten wird. Niemandem wird etwas verwehrt(!), nur weil er krank ist. Wenn ich etwas aus gesundheitlichen Gründen nicht in Anspruch nehmen kann, was angeboten ist, ist das zwar Pech aber keine Diskriminierung.

Bei allem Verständnis für die Frustration oder evtl. den Schmerz der Betroffenen – offensichtlich haben wir uns sehr daran gewöhnt, dass jedem alles zur Verfügung stehen muss und andere bitte dafür zu sorgen haben.

Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten!

Mir gehen sie auf die Nerven – diese Leute, die im Restaurant oder gar bei privaten Einladungen Unmengen an mäkeligen Sonderwünschen haben. Kann man sich nicht einfach an das halten, was da ist? Muss man den gesamten Betrieb aufhalten? ….

Und nun gehöre ich zu den Menschen, die gezwungenermaßen künftig genau das tun müssen. Nachdem nun feststeht, dass ich Gluten nicht mehr vertrage, bleibt mir gar nichts Anderes übrig, als „Umstände“ zu machen, wenn ich außerhalb bzw. bei Freunden esse. Im Nachdenken darüber ist mir erst aufgefallen, wie sehr das Essen miteinander mit meinem sozialen Leben verknüpft ist – sowohl am Arbeitsplatz als auch im Freundeskreis oder im „frommen Umfeld“.

Ich kann mir noch gar nicht recht vorstellen, wie das letztendlich funktionieren soll. Die Tatsache, dass ich es nicht ausstehen kann, Umstände machen zu müssen, macht es für mich nicht einfacher. Neben der Umstellung im persönlichen Bereich, müsste ich mich jetzt also auch dieser Herausforderung stellen, eigentlich …

Der Balkon wird wieder lebendiger

Nachdem ich die Balkonkästen aufgeräumt und mit neuen Pflanzen bestückt habe, bekomme ich wieder Besuch von Hummeln und Bienen. So gefällt mir das! Hummel1

Urlaub in Sicht

Bank2Nicht mehr lange, und es darf ungestraft auf die lange Bank geschoben werden. 😉

Übersetzungshilfe

LeseempfehlungPeter vom Katholon-Blog gibt eine hervorragende Verstehenshilfe für die Aussagen Papst Franziskus‘ für europäisch geprägte Ohren:

„Was der Papst so alles sagt“

Herzlichen Dank, Peter!

Damals wie heute

„… Noch beklagenwerter ist die Unterordnung des kirchlichen Geistes unter die staatliche Politik; die Kirchen haben sich nationalisiert, statt dass sie die Nationen christianisierten. Aber Christi Wille und Beispiel steht über allem; die christlichen Kirchen dürfen zu Ehren des modernen Staates ebenso wenig Weihrauch opfern wie zu Ehren des antiken Cäsar.“

(Bischof Charles Brent (Episkopalkirche NewYork), über die Anwendung des Evangeliums auf das nationale und internationale Leben, Stockholmer Konferenz 1925 / Quelle: Friedrich Heiler, Evangelische Katholizität)

90 Jahre und einen Weltkrieg später scheint die Situation kein bisschen besser zu sein. Heute heißen die Super-Dogmen ‚Zeitgemäßheit‘, ‚Modernisierung‘, ‚Übereinstimmung mit der modernen Lebenswirklichkeit‘ etc. und münden ebenfalls in nationale Sonderwege.

So heißt es denn auch etwas später im selben Vortrag:

„… Die Kirchen haben die Pflicht und die großartige Gelegenheit, ihre Schüchternheit und ihren Partikularismus abzulegen und den ungenähten Rock der Brüderlichkeit und Einigkeit gemäß dem Geiste Christi anzuziehen.“

Ist das die tolerante und vielfältige Gegenwart?

Im Landkreis Schweinfurt wenden sich Kritiker an eine Zeitung, weil sie mit der Ausrichtung Ihres Pfarrers nicht einverstanden sind.

Man beschwert sich über einzelne Messen mit einem gewissen Anteil an Latein und eine in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus am Samstagmorgen um 6.45 Uhr. Außerdem besitzt der Priester doch die Dreistigkeit, in der Öffentlichkeit Soutane zu tragen und zu organisieren, dass für alle Messen geweihte Zelebranten zur Verfügung stehen (statt sie durch Wortgottesdienste ehrenamtlicher Gottesdienstleiter ersetzen zu lassen). Einen Kommentar habe ich mir dazu nicht verkneifen können:

Da beschwert sich doch tatsächlich eine unzufriedene Lobby via Zeitung, dass sie einen Seelsorger haben, der sich an die kirchlichen Vorgaben hält. Nichts von dem, was hier kritisiert wird, ist unerlaubt oder auch nur fragwürdig.
Vom Priester wird kirchlicherseits verlangt, priesterliche Kleidung zu tragen. Das ist z.B. die Soutane. Ein einfaches Ansteckkreuz am Revers erfüllt diese Regelung jedenfalls nicht.
Laut den Texten des 2. Vatikanischen Konzils bleibt Latein ausdrücklich die Liturgiesprache. Ein größerer Anteil an Landessprache wird lediglich ermöglicht.
Die Gemeinde ist in der glücklichen Situation, ausreichend Priester zur Verfügung zu haben, dass alle Gottesdienste als Messe gefeiert werden können. Sich darüber zu beklagen, keinen Priestermangel zu haben, nur damit man ‚auch mal dran kommt‘, ist reichlich albern. Das hieße, den Mangel herbeizusehnen.

Was die Messe im ‚alten Ritus‘ betrifft: Wieso muss man sich aufregen über eine Messe, die samstags um 6.45 Uhr gefeiert wird – in welchem approbierten Ritus auch immer? Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass die Kritiker scharenweise ausgerechnet um diese Uhrzeit am Samstagmorgen zur Messe wollen und es wegen des Ritus leider nicht können.

Der Grund für den Aufstand wird im Artikel genannt: „Es geht ihnen aber nicht nur um die Messe, sondern um Grundsätzliches. Sie lehnen die „sehr konservative Grundhaltung“ ihres Priesters ab…“

Vom Bischöflichen Ordinariat haben die Kritiker offensichtlich nicht die gewünschte Antwort bekommen. Tja, dann versucht man es eben über die Medien: „In den acht Dörfern, die zur Pfarreiengemeinschaft Maria Hilf gehören, gibt es etliche Kritiker, die sich an diese Zeitung gewandt haben, allerdings ihren Namen nicht hier lesen wollen.“

Sorry, das riecht nach Kampagne! Ich fürchte, es wird nicht dabei bleiben.

Gar nicht so einfach

Graduale2Nach nunmehr 10 Jahren bin ich im alten Ritus – äh, in der ‚außerordentlichen Form des Römischen Ritus‘ – eigentlich zuhause. Wenn ich in der Bank sitze – knie – stehe, ist mir der Ablauf und auch das Singen der gleichbleibenden Teile (Ordinarium) ganz selbstverständlich.

Ganz anders sah es allerdings heute aus, als ich auf der Empore stand und für den Choral verantwortlich war. Genauer gesagt: Ich war die ‚Schola‘. Jetzt lag es an mir, das ‚Vidi aquam‘, Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei anzustimmen – möglichst zum richtigen Zeitpunkt. Lag es an der neuen Perspektive, der Verantwortung, der Aufregung? Ich war mir jedenfalls plötzlich gar nicht mehr so sicher, wann ich ‚dran‘ war. Und eigentlich vertraute Gesänge waren auch plötzlich gar nicht mehr so vertraut und selbstverständlich.

Es ist letztlich (fast) alles gut gegangen. Aber mein Respekt für diejenigen, die sich für diesen Dienst zur Verfügung stellen, ist gewachsen. Was aus der Kirchenbankperspektive normal und offensichtlich ist, ist es nicht automatisch auch, wenn man selbst dafür die Verantwortung trägt. Wieder was gelernt!

Beim nächsten Mal wird es dann hoffentlich etwas souveräner.

Graduale1

Heute sind es genau 10 Jahre, …

… dass ich nach 17 Jahren andernorts wieder in die Katholische Kirche aufgenommen wurde, in der Kölner Pfarrei St. Aposteln.

Damals konnte ich mir noch überhaupt nicht vorstellen, wie ich meinen Platz in einer kath. Pfarrei finden sollte. Ich war mir nur sicher, dass es die richtige Entscheidung ist.

Meine hauptsächliche Anbindung fand ich zuerst über die Charismatische Erneuerung, zu der ich bewusst Kontakt aufgenommen hatte. Kurz nach meiner Wiederaufnahme habe ich parallel auch den Kontakt zur Priesterbruderschaft St. Petrus gesucht, hauptsächlich der Verkündigung und Katechese wegen. Mit Liturgie konnte ich nur sehr wenig anfangen. Das war etwas, dass ich eher ‚hingenommen‘ habe.

Heute ist mir die Verkündigung immer noch sehr wichtig. Die mangelnde Katechese halte ich für ein großes Problem. Genauso wichtig wurde aber auch die Liturgie – nicht zuletzt durch die gute Katechese der Petrusbruderschaft. Und so verorte ich mich nun – ökumenisch aber bewußt als Katholikin und neben meinem Engagement in der kath. Kirche vor Ort – in der Hochkirchlichen St. Johannes-Bruderschaft. Diese Entwicklung hätte ich mir vor 10 Jahren jedenfalls nicht vorstellen können – überhapt nicht! 🙂

Aufgeschlossen?

Ein hohes Lob für Zeitgenossen
ist heute, dass sie aufgeschlossen.
Wir aber wüssten manchmal gern,
wie wär’n sie wieder zuzusperrn.

Eugen Roth

zulassen

(Gefunden auf Facebook 😀 )

Auferstanden!

„Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten
als Erstling unter denen, die entschlafen sind.“
(1. Korinther 15, 20)

Auferstehung

FROHE UND GESEGNETE OSTERN!

Karfreitag

„Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“
(Joh. 15, 13)

Grablegung

Gründonnerstag – Fußwaschung

„Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir.“
(Joh. 13, 8b)

Fußwaschung

Palmsonntag

»Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers.« (Mt. 21, 5)

Einzug in Jerusalem

Twitterfund von heute #SoFi2015

Zum Thema „Ich glaube nur, was ich sehe“

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20150320Münster

Man muss auch mal auf ein Opfer verzichten können

WordcloudWenn ich mich im näheren und weiteren Umfeld umhöre, ist die Fastenzeit tatsächlich ein Thema, gerade auch unter weniger gläubigen Menschen. Aber spätestens, wenn man auf die Unterbrechung des Fastens an den Sonntagen der Fastenzeit zu sprechen kommt, zeigen sich die Akzentverschiebungen. „Wenn ich sonntags mit meinen Vorsätzen aussetze, dann etabliere ich nie neue Verhaltensweisen“ heißt es. Wenn es um die eigenen Vorsätze geht, verstehen Viele keinen Spaß. Mir scheint, die ersten Dinge, worauf bei solchen Fastenolympiaden verzichtet wird, sind Humor und Gelassenheit.

„Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.“ (Matthäusevangelium 6, 16-18)

Nicht umsonst gibt es Empfehlungen, nicht andere unter den eigenen Vorsätzen leiden zu lassen. Wer auf Reisen ist oder zu Gast, ist davon entbunden. In einem Klima, das Fasten hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt der Gesundheit, der Ökologie und/oder der Selbstoptimierung akzeptiert bzw. sogar fördert, ist der Verzicht auf die eigenen Wünsche und Vorsätze um der Gemeinschaft willen eine unverständliche Schwäche.

Die Kirche ist im Hinblick auf das Fasten weitaus barmherziger und realitätsnaher als die moderne Gesundheitsreligion. Und die Kirche ist auch „ganzheitlicher“. Es gehört nämlich nicht nur der Verzicht dazu, sondern auch das Gebet und die Barmherzigkeit:

„Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten, wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll. Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit, wenn ein Mensch seinen Kopf hängen lässt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat? Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen.“ (Jesaja 58, 4-8)

Und was heißt das jetzt für mich – meine Fastenzeit – persönlich?

  • Es gibt Wichtigeres als das, was ich mir vorgenommen habe
  • Wenn’s nicht geht, geht’s halt nicht
  • Ich mache nicht mit beim Vergleichen von Vorsätzen
  • Ich muss hin und wieder auch mal auf die Umsetzung meiner eigenen Vorstellungen verzichten, wenn es mein Umfeld belasten würde

Kurz gesagt: Ich pflege das ‚Rheinische Fasten‘:
„Man muss auch mal auf ein Opfer verzichten können“

Gelassenheit


Die Idee, dennoch zu dem Thema zu schreiben kommt vom Blog „Durchgedacht“, auf dem zur Blogparade Die Fastenzeit, die plurale Gesellschaft und ich  aufgerufen wurde. Ich fände es schön, wenn auch andere Blogger sich beteiligen würden.