Krippe zum Abgewöhnen

Vor Kurzem in der Kölner Kirchenzeitung entdeckt!

Na, bei dieser Krippe kann ich verstehen, wenn man sie gleich nach Weihnachten wieder wegräumt. Wozu muss man eigentlich überhaupt eine Krippe aufstellen, wenn man sie dann bis zur Unkenntlichkeit „reduziert“? Dann lieber noch ein bisschen weiter reduzieren und es ganz sein lassen (ganz abegesehen davon, dass ich nicht wissen will, was man für diese Bauklötze bezahlt hat).

„Die Krippe passt sehr gut zu dem transparenten und quaderförmigen Gebäude“

„Gerade durch die Reduktion bietet die Krippe außerdem eine gute Gelegenheit zum Nachdenken darüber, was an Weihnachten wesentlich ist.“

Ah ja! Ehrlich gesagt geht mir die „Reduktion“ allerorten langsam gehörig auf die Nerven. Ich glaube nicht, dass das die ursprüngliche Intention von Krippenspiel und Krippendarstellung ist. Sollte es nicht genau das Gegenteil sein?

Und was ist das Wesentliche? Was sagen mir die kubischen Figuren dazu?

Mir nichts! Gar nichts!

12 Gedanken zu „Krippe zum Abgewöhnen

  1. Diejenigen, die für die Krippe verantwortlich sind, entlarven sich selbst durch die beiden von Dir zitierten Sätze. Wann war und ist es jemals notwendig, bei einer „normalen“ Krippenszene erklärende Sätze nachzuschieben? Es ist wie mit einem großen Teil der modernen „Kunst“: Häßlichkeit muß erklärt und rationalisiert werden, um ihr die Aura eines Mysteriums zu verleihen, über das „man spricht“ und – noch wichtiger – um Geld dafür verlangen zu können.

  2. „Gerade durch die Reduktion bietet die Krippe außerdem eine gute Gelegenheit zum Nachdenken darüber, was an Weihnachten wesentlich ist.“

    Und hätten sie eine richtige aufgestellt, wäre es ganz offensichtlich gewesen: Heute ist uns der Heiland geboren, Christus, der Herr!

  3. habe eine sehr lustige geschichte zu dieser krippe geschrieben,sie ist in meiner gruppe: gebete,gedichte und geschichten bei gloria.tv erschienen und kann dort gelesen werden.sie erscheint demnächst dort auch separat zum runterladen unter texte–es sit eine geschichte aus der reihe: das chaoskloster am mons avis…erschienen mit einigen geschichte auf dieser seite–zum rumscrollen bitte die seite 17 anscrollen,da werden die personen erklärt–viel spass damit

    • Das ist nun die Zeitgeist-Grippe,
      jedem Kunstfreund seine Krippe.
      Nimm sie doch gleich mit, Du Dösel.
      Dir das Schaf und mir der Esel.

  4. Ich hätte vermutet, dass diese Schriftquader nur „Platzhalter“ für die noch einzusetzenden, echten Figuren seien!

    Ach, nee … wie schrecklich der Zeitgeist ‚mal wieder wütet!

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