Taizé an der falschen Stelle verbindlich?

„Taizé wird katholisch“ heißt es auf der Website ‚Christ im Dialog‘. Hinweise dafür meint der Autor darin zu finden, dass von dort eher geistliche als poltische Äußerungen kommen, darin dass nicht häufiger von Partnerschaft und Sexualität die Rede ist. Besonders klar liest sich das im Absatz „Die Taizé-Bewegung ist politisch unverbindlich geworden“

Ein weiterer Hinweis scheint für den Autor zu sein, dass in der Ökumene zu mehr gemeinsamen Andachten und Wortgottesdiensten aufgefordert wird, statt zum gemeinsamen Abendmahl. Außerdem habe man ein exklusiv christliches Profil.

Wenn ich mir den Artikel so durchlese, bringe ich die Haltung darin auf die kurze Formel ‚Ökumene ist politische Verbindlichkeit bei gleichzeitiger geistlicher Unverbindlichkeit‘

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Habe ich den Text jetzt vielleicht falsch verstanden? Dann erkläre ihn mir doch bitte mal jemand. Und so ganz nebenbei war ich der Meinung, Taizé sei eine geistliche Gemeinschaft. Hab‘ ich jetzt irgendwas nicht mitgekriegt?

3 Gedanken zu „Taizé an der falschen Stelle verbindlich?

  1. Tja, das kommt darauf an, wie man Religion sieht. Wenn Religion eine esoterische Begleitung politischer Forderungen ist, dann ist Taizé wohl unverbindlich, da sie sich politisch nicht fest verorten als Unterabteilung von Partei XY. Da ist die EKD weiter, deren politische Einordnung ist schon wesentlich festgelegter. Lüdemann meint ja eh, daß nur 5% der Evangelien authentisch sind, wo steht denn, daß es in den 5% inhaltlich um Jesus Christus ging? Wo politisch gehobelt wird, fallen halt spirituelle Späne.

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