Assoziationen zum Sonntagsevangelium: Verklärung

“In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein…”

An diesem Satz des heutigen Tagesevangeliums bin ich heute hängen geblieben und habe über völlig untheologische Assoziationen nachgedacht:

Mit den drei Namen verbinde ich sehr stark verschiedene Bereiche in der Kirche:

  1. Petrus: Mit ihm verbinde ich natürlich das Petrusamt – explizit das Lehramt und die Leitungsgewalt.
  2. Jakobus: Da denke ich zuerst an den Jakobusbrief mit seiner Betonung der Werke und an die Fürsorge z.B. für die Kranken.
  3. Johannes: Mit diesem Namen assoziiere ich den Bereich der Mystik und die Betonung der Liebe.

Und allen Dreien wird gesagt:

“Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.”

In den Diskussionen und bei den unterschiedlichen Schwerpunkten einzelner kirchlicher Gruppen wäre es sicher hilfreich, wenn dieser Gedanke im Bewusstsein bliebe: Alles nährt sich aus dem Wort und der Kraft Gottes, die hier bei der Verklärung in die Welt hinein scheint. Das gilt sowohl für Lehramt, Leitungsgewalt, gute Werke, Fürsorge für Andere, als auch für die Liebe und die Mystik. Schade, dass so Vieles an kirchlicher Aktivität oft losgelöst zu sein scheint vom “…auf ihn sollt ihr hören”.

3 Gedanken zu „Assoziationen zum Sonntagsevangelium: Verklärung

  1. > aber der Jakobusbrief ist doch vom anderen Jakobus, oder?!
    Ist doch egal!
    Das waren (angekündigterweise) “völlig untheologische Assoziationen”.
    Aber: KLASSE!!!!!
    Gibt es hier irgendwo einen :like!:-Button?
    Wenn nicht, dann so: :like: !!!!!

  2. Es war mir schon im Hinterkopf, dass es um eine Namensgleichheit geht. Ich bin einfach dem nachgegangen, wofür diese drei Namen bei mir stehen (auch wenn es bei Jakobus nicht unbedingt um dieselbe Person geht) – eben “völlig untheologische Assoziationen”

    @mabu: Es gibt einen “Gefällt mir”-Button! 🙂

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