Auf Schusters Rappen – Beten auch mit den Füßen

Trotz der eher ungünstigen Wetterprognosen hatte ich mich kurzfristig entschlossen, – statt am Katholikentag – mit einem lieben Mitbruder als Fußpilger am 791. Gymnicher Ritt teilzunehmen. Nun bin ich ansonsten eher der Typ Stubenhocker und hatte gehörigen Respekt vor den etwas über 12 Kilometern Fußweg bei vermutlich Regen und evtl. Gewitter.

Regen und Gewitter sind allerdings schonmal nahezu komplett ausgeblieben, von ein paar verirrten Tröpfchen abgesehen. Eigentlich war es sogar ziemlich optimal, aber sowas zeigt sich ja erst im Nachhinein. Also habe ich mich gegen 9.00 Uhr mit den anderen Fußpilgern betend aufgemacht und die Dinge auf mich zukommen lassen.

Nach einiger Zeit findet man ganz gut in den Rhythmus von Gehen und gemeinsamem Rosenkranz. Auch wenn ich mit den Gedanken nicht immer ganz bei der Sache sein konnte, wurde das Gebet doch weiter getragen – im wortwörtlichen Sinn: Beten mit den Füßen

Drei Stunden und 10 Rosenkränze später, und nachdem dann kurz vor Ende die Reiter zur Prozession hinzu gestoßen sind, konnten wir am Rittplatz vor St. Kunibert in Gymnich den Abschluss mit Sakramentalem Segen feiern.

Die nackten Fakten:

  • knapp 300 Fußpilger
  • knapp 140 Reiter / Pferde
  • etwas über 12 Kilometer
  • ca. 3 Stunden
  • 10 Rosenkränze
  • Segen mit einem Kreuzpartikel
  • Sakramentaler Segen

Bisher habe ich mir nie vorstellen können, an solch einer Veranstaltung teilzunehmen. Noch weniger hätte ich mir vostellen können, im Anschluss noch mit Freunden einen relativ ausgiebigen Ausflug zu unternehmen.

Alles in Allem, ich bin gestern so weit zu Fuß gelaufen wie (vermutlich) noch nie vorher. Der Schrittzähler in meinem iPhone sagt dazu:


Folgen dieses Himmelfahrtsfestes:

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