Maria 2.0 – Vorsicht Trojaner!

Von Tastenlöwe – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0 (Quelle: Wikipedia)

Das Fake-Update „Maria 2.0“ macht nun schon seit fast zwei Jahren von sich reden. Sollte es ursprünglich eigentlich – laut Werbung – dazu dienen, die Aufklärung der Missbrauchsfälle voranzutreiben, entpuppte es sich nach relativ kurzer Zeit eher als Trojaner.

Laut der Website eines Antivirus-Programms zeichnen sich Trojaner zum Beispiel durch Folgendes aus:

„Im Gegensatz zu anderen Arten von Malware, die nicht einmal versuchen vorzugeben, dass sie sicherer und freundlicher Natur sind, können Trojaner auf den ersten Blick schwieriger zu identifizieren sein.“

Ging es zu Beginn noch vermehrt um die Frage der Missbrauchs-Aufklärung, wurde das Thema zusehends zum reinen Stichwortgeber. Es gibt allenfalls noch lose sprachliche Verknüpfungen mit Phrasen wie „Angesichts des Missbrauchsskandals“ oder „Vor dem Hintergrund des Missbrauchsskandals“ etc., und dann kommen Forderungen, die damit nur noch sehr bedingt etwas zu tun haben. Oder Forderungen, denen rundum zuzustimmen ist – wie zum Beispiel die nach lückenloser Aufklärung – werden sprachlich untrennbar mit Forderungen verknüpft, die die Verfassung der Kirche komplett auf den Kopf stellen.

Das Einrichten von Hintertürchen: Üblicherweise führen Trojaner Änderungen an Ihrem Sicherheitssystem durch, sodass sich dann auch weitere Malware oder gar Hacker Zugriff verschaffen können.“

Bei der Forderung nach Weiheämtern für Frauen schimmerte von Anfang an die Haltung durch, das Weihepriestertum an sich sei eigentlich überflüssig. Lange Zeit ließ sich das nur durch beharrliches Nachfragen herausfinden. Als ich diese Wahrnehmung im Januar letzten Jahres in einem Blogartikel formuliert habe, wurden mir in einer Facebook-Diskussion noch Verschwörungstheorien unterstellt. Allerdings sagt eine der Gründerinnen wiederholt, sie sehe die Weihe von Frauen (nur) als Zwischenschritt zur Abschaffung des Weihepriestertums. Mittlerweile gab’s jetzt auch noch den „Thesenanschlag 2.0“, und „Reformation 2.0“ scheint auch nicht mehr weit zu sein.

Die Verwandlung Ihres Computers in einen Zombie: Manchmal ist ein Hacker gar nicht an Ihnen interessiert, sondern er möchte einfach nur Ihren Computer nur als Sklave in einem Netzwerk verwenden, das unter seiner Kontrolle steht.“

Es wird immer wieder behauptet, hier engagierten sich Frauen aus der Mitte der Kirche, die auch in ihren Gemeinden zu den Engagiertesten zählen. Ich glaube gerne, dass das für einige auch stimmt. An einer konstruktiven Mitarbeit z.B. beim Synodalen Weg – wie auch immer man dazu stehen mag – waren sie aber nicht interessiert. Verfolgt man aber die Diskussionen und Argumentationsmuster genauer, wird eines immer klarer: Das was hier angestrebt wird, hat mit der Kirche nicht mehr viel zu tun. Vor der kirchlichen Kulisse werden Mahlfeiern gehalten, die gezielt mit den Symbolen der Eucharistie hantieren, aber eine Umdeutung erfahren. Von Selbstermächtigung und „einfach machen … nicht um Erlaubnis fragen“ ist da die Rede. Der personale dreifaltige Gott wird zu einer Chiffre degradiert. Ansonsten geht es fast nur noch um innerweltlich-gesellschaftliche Anliegen, Strukturen und die Machtbefugnisse, diese Strukturen nach eigenen Vorstellungen komplett umkrempeln zu können.

Offensichtlich wurde unser kirchliches Antivirus-Programm zu lange vernachlässigt und zu selten mit den notwendigen Updates versorgt – mit dem Ergebnis dass mittlerweile sogar das Betriebssystem angegriffen wird.

Ein Gedanke zu „Maria 2.0 – Vorsicht Trojaner!

  1. Empfehlenswert zum Thema „Trojanisches Pferd“ das Buch „Das Trojanische Pferd in der Stadt Gottes“ von Prof. Dr. von Hildebrand aus dem Jahre 1969(!). Einige Jahre später, im Jahre 1973, resümiert er in seinem Werk „Der verwüstete Weinberg“: „Heute können wir die Situation in der Heiligen Kirche nicht mehr „Das Trojanische Pferd in der Stadt Gottes“ nennen. Die Feinde, die im trojanischen Pferd verborgen waren, sind aus dieser Behausung herausgetreten, und die aktive Zerstörungsarbeit ist in vollem Gange. Die Seuche ist fortgeschritten von kaum bemerkbaren Irrtümern und Verfälschungen des Geistes Christi und der Heiligen Kirche bis zu den flagrantesten Häresien und Blasphemien“ (a.a.O. Seite 9).

    Der katholische Philosoph weiter: „Ein vorurteilsloser Blick auf die gegenwärtige Verwüstung des Weinbergs des Herrn kann die Tatsache nicht übersehen, dass sich eine „Fünfte Kolonne“ in der Kirche gebildet hat (sie wird auch von manchen, sogar von kirchlicher Seite als Mafia bezeichnet), eine Gruppe zielbewusster Zerstörer der Kirche. Wir wiesen ja darauf schon in früheren Werken hin. Die Tatsache, dass Priester, Theologen, Bischöfe, die den Glauben verloren haben, nicht aus der Kirche austreten, sondern in ihr verbleiben – ja sich als Retter der Kirche in der modernen Welt aufspielen – ist ein bedenkliches Symptom. Warum treten sie nicht offen aus – wie ein Voltaire, ein Renan und viele andere? Aber ihr systematisches und raffiniertes Unterminieren der Heiligen Kirche legt auch deutlich genug Zeugnis dafür ab, dass es sich um eine bewusste Konspiration handelt und um die Hand der Freimaurer und der Kommunisten, die – trotz ihrer Verschiedenheit und sonstigen Feindschaft – für dieses Ziel zusammenarbeiten. Denn für die Freimaurerei ist die Kirche der Erzfeind und für die Kommunisten das Haupthindernis für die Eroberung der Welt. Natürlich sind die Kommunisten unvergleichlich gefährlicher – aber die Freimaurerei ist inhaltlich nicht so offensichtlich antithetisch zum Christentum, so dass sie ein willkommener Mitarbeiter als „Fünfte Kolonne“ ist. Das Unfassbare aber ist, dass diese Konspiration innerhalb der Kirche besteht, dass es Bischöfe und sogar Kardinäle gibt und vor allem Priester und Ordensleute, die eine Art Judas darstellen. Dass eine solche „Fünfte Kolonne“ existiert, ist nicht meine unmaßgebliche Privatansicht; vielmehr haben mehrere Kardinäle, Bischöfe und Prälaten im Privatgespräch erklärt, jeder, der nicht blind sei, könne diese ungeheuer straff organisierte „Fünfte Kolonne“ innerhalb der Kirche nicht übersehen“ (a.a.O., Seite 11).

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