KölnTag – Museumstag

KölnTag: Am ersten Donnerstag im Monat ist für Menschen mit Kölner Adresse im Personalausweis der Eintritt in den städtischen Museen kostenlos. Außerdem haben diese Museen dann verlängerte Öffnungszeiten (bis 22 Uhr). Normalerweise hilft mir das nicht viel, weil ich donnerstags Choralprobe habe. Diesmal musste die Probe allerdings just an diesem Donnerstag ausfallen. Darum habe ich spontan Urlaub genommen und bin durch Kölner Museen gestreift.

Begonnen habe ich mit dem Wallraf-Richartz-Museum. Vor allem die 1. Etage mit schwerpunktmäßig Bildern aus dem Mittelalter hat es mir angetan. Über 160 Fotos waren die Ausbeute. Interessant war für mich vor allem, die Ähnlichkeit der ältesten Bilder zu den Ikonen zu sehen und die Farbigkeit im ach so finsteren Mittelalter.

Auch der 2. Etage mit Werken aus dem Barock habe ich einen Besuch abgestattet. So direkt nach den mittelalterlichen Bildern war es allerdings nicht so einfach, mich darauf einzulassen. Das hat sich auch in der deutlich geringeren Anzahl an Fotos gezeigt. Da werde ich also sicher nochmal hin müssen.

Nach so viel Input musste ich mich – bevor es weiter ging – erst einmal bei einem Eiscafé erholen. Schließlich nannte sich das ja Urlaub.

Frisch gestärkt habe ich mir dann noch die Domschatzkammer angeschaut. Leider ist dort fotografieren verboten. 🙁

Direkt neben dem Dom steht das Römisch-Germanische Museum, mein nächster Anlaufpunkt und das Abtauchen ein eine noch frühere Zeit.

Den Abschluss meine Museumstages bildete eine Führung im Museum Schnütgen. Es ging dabei um die Frage “Was sind Paramente?”Das Museum selbst ist wirklich sehr sehenswert, die Führung war es dagegen eher nicht.

Die kunstgeschichtlichen Anteile, die Datierung der Stoffe etc., mögen ja so stimmen, aber die liturgischen Erklärungen waren absoluter Unsinn – bis hin zur falschen Reihenfolge der Paramente beim Bischof, der Verwechslung von Chorkleidung und Messornat und der despektierlichen Bezeichnung „Pontifikalschühchen“. Ich durfte mir auch die Mär von den roten Prada-Schuhen des Papa emeritus anhören und dass es heute sowas wie Pontifikalschuhe und Pontifikalhandschuhe ja nicht mehr gibt.
Dafür kannte die Führerin als Casel nur die Bassgeigenform und hielt eine Glockencasel für ein Pluviale. Die gute Frau hat sich wohl ein paar Dinge angelesen, aber falsch angewandt. Die einzelnen Paramente wurden alle richtig benannt, aber die Zusammenhänge überhaupt nicht verstanden.In der Kategorie “kompetentes Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit mag sie zwar ganz gut abschneiden, aber das hat das Ganze nicht besser gemacht.
Zum Glück habe ich für diese Führung nicht auch noch Geld gezahlt. 😕

Trotz des etwas frustrierenden Abschlusses, war der Museumstag eine insgesamt sehr gelungene Angelegenheit. Leider werde ich auch künftig nur selten Gelegenheit dazu haben, den KölnTag zu nutzen (s.o.), aber der nächste Urlaub ist in Sichtweite …

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.